Am 10.11.2009 lief die WDR-Sendung Die Quarks-Arena – Die größten Tricks und Täuschungen des Alltags [MPEG-4], wo es allgemein über Täuschung ging.

Ich fand den Abschnitt mit den 5 größten Täuschungen im Supermarkt sehr interessant. Einiges habe war mir bereits bekannt außer dass „unbehandeltes“ Obst und Gemüse, dann doch gespritzt sein darf. Irgendwie ist es schon pervers wie Hand in Hand operative Marketingsprüche mit juristischen Definitionswirrwarr einhergehen, nur um den Verbraucher ganz offizielle und legal zu belügen.

Dann kam der Abschnitt wo Prof. Benno Kunz (Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften der Universität Bonn) zeigte wie man künstlichen Käse (aka „Analogkäse“) zubereitet, wobei Kunz klarstellte, dass es kein „Käse“ ist, aber nicht so ungesund sei wie man vielleicht ahnen mag (Hier geht es zur Unterschriftenaktion gegen Analogkäse des Deutschen Bauernverbands). Irgendwie wurde mir klar wie wenig darüber Bescheid weiß, was ich so mir reinschaufel. Dann kam der Gast Markus Lanz (ein ZDF-Moderator) hinzu und war offensichtlich empört und machte einen Blindtest, wo er diverse Produkte unserer lieben Lebensmittelindustrie erkostete.

Lanz meinte, dass es ein Unding sei, dass man ein Produkt zum Beispiel als Garnelen tituliert, obwohl es eigentlich nur eine verfestigte Matschepampe aus Fischmehl, Aromastoffe und Wasser ist und den Konsumenten via Verpackung suggeriert wird, es seien Garnelen. Gut der Herr Kunz kann als Chemiker dazu nicht viel sagen, weil er sich Verfahren ausdenkt, aber nicht das Zeug verkauft. Daher brachte er ein ganz anderes Problem, das Ressourcenproblem, auf den Tisch: Die kompletten Anbauflächen in der BRD würden nicht ausreichen nur um den Erdbeerjogurt herzustellen den wir alle 80 Mio wegmampfen. Es geht dann darum die Biomasse/Agrarprodukte möglichst komplett zu verarbeiten, also nichts wegzuwerfen… und natürlich auch etwas zu strecken.

In anderen Worten, die Lebensmittelchemie wird befeuert durch steigende Nachfrage („Wohlstandsbäuche“) und den begrenzten Landflächen auf dieser Erde (Begrenzte Ressourcen), was dazu führt, dass wir immer Design-Food bzw. Fake-Food auf den Esstisch bekommen, was uns aber nicht mitgeteilt werden darf (Darum „Werbung“), da wir ansonsten weniger davon konsumieren könnten (aka „Sales Numbers“). Einerseits ist das Ressourcenproblem ein echtes dramatisches Problem, aber andererseits das Belügen von Konsumenten normativ extrem fraglich.

Zur Geschmacksfrage noch etwas: Man kann in der Akkustik ein sehr sauberen A-Ton erzeugen, was sich für Menschen extrem schrecklich anhört – Ganz im Gegensatz zu einem Musiker der mit seinem (analogen) Instrument ein A erzeugt. Der Trick beim erzeugen von Tönen ist die „Nicht-Perfektheit“, also die Frage nach dem „wie“ und weniger nach dem „was“. Aus der Gesamtperspektive, also einer Reihenfolge von Tönen, ist ein „guter“ Musiker ein solcher der Transponieren kann, was messbar sei in auf den ersten Blick nachvollziehbaren Frequenzen, die von einem „Perfekt“-denkenden Menschen als weißes Rauschen interpretiert werden könnte – Das ist natürlich falsch, weil es die tatsächliche Qualität des Musikstücks ist. Beim Geschmack von Lebensmitteln isst das so ähnlich – Nur kann man nicht verlangen, dass bei allen Menschen die Geschmacksnerven schon längst verstümmelt sind…

Zum Weintest, wo zwei Weintester einen Fake-Wein besser fanden als den Echten Wein fällt wir folgendes ein:
… Opium >>> Morphium >>> Heroin
Das basiert auf dem Prinzip, dass man den Wirkstoff konzentriert. Wenn man lediglich das wesentliche Aroma eines Weins herausfindet, und meinetwegen dann auch synthetisch herstellt und in höheren Konzentrationen als Fake-Wein abfüllt, dann wundert es mich nicht, wenn ein Weintester über das Aroma-Feuerwerk sich erfreut…

So selber Schuld CDU/CSU/FDP. Wir haben alle gehofft, dass nun Politiker in die Regierung kommen, die elementare Grundrechenarten, wie Addition und Subtraktion, können. Mehr muss man im Rechnungswesen bzw. der Haushaltsführung nicht können. Aber irgendwie war das wohl nur so eine Hoffnung – Desperado!

Habe noch eine hübsche Homepage gefunden, wo eigentlich die meisten Infos zur Staatsverschuldung kurz und knapp angesprochen werden: http://www.staatsverschuldung.de

Auf S.69 des FDP-Wahlprogramm steht geschrieben:

…Als integraler Bestandteil der Außenpolitik und Instrument deutscher Werte- und Interessenpolitik gehören die Tätigkeitsfelder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder in den Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes…

Kurz das Entwicklungsministerium kommt weg, und deren Ressorts gehen an das Außenministerium über. Diese Forderung finde ich garnicht so blöd. Aber warum wird dann Herr Niebel, also einer der Hauptschreiberlinge des FDP-Wahlprogramms, ausgerechnet Minister von dem Ministerium, dass die FDP abschaffen will?

Rick Bookstaber wurde am 05 November zum Senior Advisor der neuen Abteilung für „Risk, Strategy and Financial Innovation“ der US-Finanzaufsicht, S.E.C., berufen . Die NY Times titelte dazu S.E.C. Appoints Hedge Fund Veteran as Adviser. Bookstaber hat für diverse Banken und Hedge Funds gearbeitet (z.B. Salomon Brothers, Morgan Stanley, Ziff Brothers, Moore Capital), in einschlägigen Fachzeitschriften publiziert, das Buch „A Demon of Our Own Design: Markets, Hedge Funds, and the Perils of Financial Innovation“ (amazon link) geschrieben und bloggt regelmäßig (rick.bookstaber.com). Im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Finanzkrise ist insbesondere die Anhörung beim Subcommittee on Investigations & Oversight – The Risks of Financial Modeling: VaR and the Economic Meltdown (10 Sep 2009), wo Bookstaber und Nassim Taleb eine nette Diskussion führen, hervorzuheben (Meiner Meinung nach die beste Diskussion/Aufarbeitung der Finanzkrise bis dato). Man kann sagen, dass die SEC einen durchaus kompetenten Typen für die Aufgabe angeworben hat. Ketzerisch kann man fragen: Wird die Bafin oder Bundesbank jemals solche Leute anwerben können???

Ein Mitarbeiter wirft der Internationalen Energieagentur (IEA) vor die Öl-Statistiken getunt zu haben, berichtet der Guardian (UK).

Hier ein paar Zitate des Whistleblowers:

„The IEA in 2005 was predicting oil supplies could rise as high as 120m barrels a day by 2030 although it was forced to reduce this gradually to 116m and then 105m last year“

„The 120m figure always was nonsense but even today’s number is much higher than can be justified and the IEA knows this.“

„Many inside the organisation believe that maintaining oil supplies at even 90m to 95m barrels a day would be impossible but there are fears that panic could spread on the financial markets if the figures were brought down further. And the Americans fear the end of oil supremacy because it would threaten their power over access to oil resources“

Ein zweiter unbekannter IEA-Mitarbeiter soll gesagt haben

„We have [already] entered the ‘peak oil’ zone. I think that the situation is really bad“

Alles in andere Worten: Wir verbrauchen unser Öl schneller als geplant, und die Planungen sind schon Müll.

Benchmarking, zu Deutsch „Vergleich“, war schon immer so ein Messkonzept, was ich ganz toll aber gleichzeitig eigenartig fand. Solange jemand oder etwas „besser“ macht (je nachdem was wir betrachten) als der Durchschnitt aller Alternativen (z.B. Wettbewerber, Produkte, Produktionsprozesse, Vermögensverwaltung, usw.) ist alles ganz toll. Wenn die Konkurrenz ganz stark ist, die Produkt mega super, die Produktions voll effizient, usw., dann mag Benchmarking motivierend wirken noch besser zu werden (Ok, das kann dann zu Dingen wie Profitgier, realitätsfremden Entscheidungen, usw. führen) oder zumindest diejenigen Alternativen rauszusortieren, die nicht mithalten können (z.B. Verdrängungswettbewerb, Survival of the Fittest, Marktbereinigung, etc.).

Die Trägheit der Überlebenden
Genau bei letzteren entsteht ein Problem: Es verschwinden Alternativen, sodass diejenigen die übrig bleiben (Suvivor) aus relativer Sicht, also aus Sicht einer Benchmarking-Messung, „besser“ werden ohnen einen Finger zu rühren – Wow man wird „besser“ ohne etwas dafür zu leisten!!! Ein Traum, der Wirklichkeit wird, dank Benchmarking… falls man überlebt! (Ich glaube Organisationsforscher nennen das dann die Trägheit der Organisation, was dann folgt. Die Organisation wurde erfolgreich, und dann fett und faul, und immer noch „relativ“ erfolgreich)

Not mit Elend vergleichen
Als zweites, kann man mit Benchmarking Schwachsinn schön reden. Denn wenn alle Produkte Mist sind, aber „unserer“ Produkt einfach das am wenigsten schlechteste Produkt ist, dann ändert es nichts an der Situation, dass das Produkt Mist ist. Somit kann beim Benchmarking auch schlechtes Produkt ein Erfolg sein, was vollkommen absurd ist.

Benchmarking und Vergütung
Warum ich das erzähle? Vor einigen Jahren ereignete sich, dass ich mich auf die (Irr-)Fahrt Finanzwirtschaft einließ. Einer der ersten Dinge die mir eingeflöst wurde war die Portfoliooptimierung, wo man gesagt bekommt, dass man irgendwelche Indizies als „Benchmark“, also als Vergleichsalternative, zu benutzen hat – Die Menge der Zuhörer war entzückt. Und irgendwie plausibel erscheint es ja auch auf dem ersten Blick. Insbesondere die Doktrin, dass ein „guter“ Fondsmanager den „Benchmark schlägt“, und folglich entsprechend entlohnt wird. „Besser als der Markt“, „Besser als erwartet“, … ist nicht nur der Jargon von Spekulanten, Analysten, Finanzinstitutionen, sondern auch von den ganzen Denglisch-sprechenden, veramerikanisierten „Managern“, die sich als „Elite“ unserer Gesellschaft selbst krönen. Jedoch fragte ich mich relativ rasch: Und was ist wenn Geld verbrannt wird? Ändert sich dann diese Tatsache nur weil alle Geld verbrannt haben oder der Vergleichsmaßstab ebenfalls abkackt? Ob dann eine Benchmarking-orientierte Vergütung Sinn macht… wohl kaum: „Wir haben gestern den Insolvenzantrag abgegeben, aber wir waren besser als der Markt. Darum haben wir ja unsere lestungsgerechte Bezahlung verdient…“ Das ist in der Tat eine absurde Argumentation: Es ist Benchmarking!

Video und Diskussion gibt es auf Yahoo Finance:
Four Years Into The Worst Crisis In History And Still No Reform

Vorhin war auf dem Handelsblatt zu lesen: Brüderle lässt Opel nach GM-Entscheidung fallen. Dort steht geschrieben:

Es sei den USA schwer vermittelbar, wenn Berlin die Hilfen, die dem Magna-Sberbank-Konsortium in Aussicht gestellt
worden seien, GM nicht zur Verfügung stelle.
„Der simple Satz: ,Wir geben euch nicht, was wir den Russen gegeben hätten’, ist schwer auszusprechen. Wir müssten den Amerikanern verweigern, was wir den Russen gegeben hätten“, sagte Fuchs (CDU).

Ich hoffe GM spielt nicht diese Nationalistenkarte des Kalten Kriegs. So wie ich das mitbekommen habe, hat sollte die Bundesregierung lediglich eine Art Restrukturierungskredit gewähren, um Opel aus dem GM herauszulösen und zu einem anderen Investor zu transferieren. Damals war ja ungewiss ob der General Motors Konzern überhaupt überleben werde, sodass es eigentlich nur um die halbwegs geordnete Liquidation des GM Konzerns ging. Tatsache ist, dass der heutige GM-Konzern, nicht derselbe wie damals ist. GM hat sich liquidiert (Siehe Saturn, Hummer, Saab, usw.), wobei lediglich Opel im Portfolio drin blieb. Meiner Meinung nach galt das Angebot der Bundesregierung nur für die rechtliche Herauslösung von Opel/Vauxhall aus dem General Motors Konzern. Daher kann ich der Aussage nur Recht geben:

Zu der Möglichkeit einer Staatshilfe sagte Brüderle: „General Motors/Opel kann wie jedes andere Unternehmen einen Antrag stellen.“

EIn Lesetipp: „Does “hot money” drive China’s real estate and stock markets?“ (Under Review, für die Zeitschrift „International Review of Economics & Finance“).

Die Autoren schlussfolgern, nachdem sie eine Menge Daten durch VAR- und MS-Modellen jagten,

The massive speculative funds or “hot money” inflows into China in recent years are believed to present various potential dangers to the domestic economy, since they typically move swiftly in and out of a market, and potentially create bubbles in the financial market.

Hier ist nochmal zu bedenken, dass das Paper nicht beantwortet, warum zuviel „Hot Money“ nach China reinfließt…

Although the liquidity shock stemming from hot money constitutes a large portion of the volatility in real estate and stock markets, relatively little information is known as to what extent the speculative funds and other various underlying economic factors impact the two important markets…

…starting from 2003 there has been huge capital inflow in China, which can’t be explained by trade surplus or FDI…

…Specifically, the speculative funds aggravate the inflated short-term real estate price and obviously enhance the volatility of real estate market…

Was soll die chinesische Zentralbank tun?

Hence, the findings in this paper can be particularly informative and contain practical implications for the Chinese central bank in terms of conducting currency policies on international capital flows, considering that any large fluctuations in this regard could be detrimental to international trade and the smooth operation of financial markets.

Der Anbieter von Bibliothekssoftware SirsiDynix (Huntsville, Alabama, USA) hat in einem Schreiben „Integrated Library Systems Platform on Open Source“ an seine Kunde Stellung zu Open Source genommen.

Die Aussage von SirsiDynix ist lediglich, dass Open-Source voll schlecht sei, insbesondere für „Integrated Library Systems“. Im Dokument arbeitet SirsiDynix, die folgenden Punkte ab, um zu sagen, dass Open Source da immer schlecht sei: Total cost of ownership (TCO), Opportunity costs, Software as a Service (SaaS), Features and Functions, Customization, Security, Networking, Open Formats, Necessary expertise, Testing, Integration, Community-driven, Scalability, Speed, Reliability.

[Link, pdf]
[Link, WikiLeaks]

Der Polizei-Boss Wendt hat im Handelsblatt Artikel „DFL kassiert Millionen, Polizei Prügel“ ein paar markige Sprüche abgelassen:

„Die wirtschaftlichen Interessen müssen in den Hintergrund treten. Im Moment ist es so: Die DFL kassiert Mill. und die Polizei die Prügel“

„Klar, die Lebensgefahr für den DFB-Präsidenten und seinen Sicherheitschef ist überschaubar. Der Herr Zwanziger und der Herr Spahn können sich höchstens an den Schnittchen im VIP-Raum verschlucken.“

Wendt forderte dass die Polizei Einfluss auf die Anstosszeiten haben muss, also in die Spielplanung der Bundesliga eingreifen darf. Dies ist irgendwie verständlich, weil die Polizei ihre Proügelpolizisten, pardon die Bereitschaftspolizei, irgendwie über alle Spielstätten in der BRD verteilen muss, je nach dem was anliegt.

Wendt legte nach:

Wendt hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass sich jeder Fan, der derzeit ins Stadion gehe, in „Lebensgefahr“ begeben würde.

Aber der DFB sieht das natürlich ganz anders.

Zwanziger bezeichnete die Aussage als „unverantwortlich“ und eine „polemische und populistische Äußerung“.

„Was der Mann sagt, ist absolut unverantwortlich, er hat sich disqualifiziert.“ (Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte)

„Ich vermute, dass Herr Wendt noch nie im Fußballstadion war.“ (DFB-Sicherheitschef Spahn)

Lieber Herr Zwanziger, Spahn und Herr Gabriel, es gibt „Risiko“-Spiele, da halte ich mich lieber an Herrn Wendt… Ich sage nur ITALIEN. Wenn die DFBler lediglich gut im Ignorieren sind, dann müssen die sich nicht wundern, wenn irgendwann die Profi-Vereine rumjammern, dass sie das eine oder andere Spiel vor leeren Rängen spielen müssen.

Hier die „schönsten“ Videos vom letzten Nordderby Hansa Rostock vs. St.Pauli …

Ach nochwas. Es gibt ein Unterschied zwischen Choreos (z.B. unter Einsatz von Leuchtfeuerwerk) und ganz simplerer Prügelei.

Gefunden auf Blick Log „Enterprise 2.0: Genossenschaften made by digital natives“, was ein Gastbeitrag von Social Banking 2.0 http://lochmaier.wordpress.com/2009/10/27/enterprise-2-0-genossenschaften-made-by-digital-natives/. Zum diskutieren dann auch bitte dorthin gehen!!!

Der Typ der im Video spricht ist Peter Kruse (nextpractice).

Die European Space Agency (ESA) hat nicht nur zum Spass das Galileo-Satellitensystem in die Erumlaufbahn geschossen – Es soll auch irgendetwas Nutzen.

Der Spanier José Caro Ramón (Gründer von GMV, Madrid) gewann den Galileo Master Prize am 28 Okt 2009 für Anwendung von Navigationssystemen, um die Effektivität von Such- & Rettungshunden zu erhöhen [Link1] , [Link2]. Das System heißt Osmógrafo, und soll die Wahrscheinlichkeit erhöhen Verschüttete Menschen nach Naturkatastrophen noch rechtzeitig lebend zu finden.

Der Technologietransferpreis ging an den Niederländer Tim Springer (European Space Operations Centre, Darmstadt) für die Entwicklung einer Software die zentimetergenau und in Echtzeit die Ortung des Navigationssystems durchführen kann. Das soll interessant für Öl-Exploration und Seismischen Frühwarnsysteme sein.

Paddy Hirsch von Marketplace erklärt am Whiteboard wie die Standard-HFT-Algos funktionieren (vimeo)


*Das vimeo Video ist besser als die youtube Uploads!

Eine Anmerkung: Wenn durch das Einstellen und der Durchführung eines Auftrags das Preisniveau sich selbstverstärkend verändert, dann nennt man das „Market Impact“, was eine Subkategorie von Transaktionskosten darstellt (ist i.d.R.. nur im Börsenhandel wichtig, aber kommt auch in Gütermärkten vor, z.B. „Überhitzung der Wirtschaft“). Wenn jedoch ein Teilnehmer ständig versucht andere Marktteilnehmer auszuspähen, um deren Transaktionskosten in die Höhe zu treiben (um diese einzukassieren. Nein, es gibt keine „invisible hand“ die Transaktionskosten „wegzaubert“, sondern es kassiert jemand diese), dann hat das sehr wenig mit einem effizienten Marktmechanismus am Hut. Man kann auch sagen, dass es Zweck von vielen HF-Algos es ist die Transaktionskosten in Finanzmärkten zu maximieren.

Dazu noch ein kleines Zitat von Taylor Durden (ZeroHedge):

The whole rigged computer dominated stock market casino is just getting plain silly … At least in Vegas they break your hand when they catch you ripping off the house.

Jon Klar fragt: Is Competition in Science a Good Thing? und stellt als „Disclaimer“ gleich mal klar:

In this particular conversation I am referring to research that is funded with the intent to improve the quality of life of mankind on a large scale such as vaccines and alternative energy solutions. I do understand the need of competition when a company is developing say, a new material to lower costs, for example

Er bezieht sich auf den Artikel „Post-publication sharing of data and tools“ (Nature), wo diskutiert wird dass Kollaboration und „Knowledge Sharing“ ja viel besser für Forschung ist, aber auf zahlreiche Probleme wie Zackereien um das Geistige Eigentum, prestigereiche Publikationen, und so weiter auftreten, die sich negativ für die Forschung auswirken.

Die Schlussfolgerung ist klar, und Jon Klar formuliert es so:

The obvious question is: why does a competition driven system work for the economy but not for research?

Science is not a business and should not be treated as such

Ich sehe das genauso.

Gerade gefunden auf BodySpaceSociety, Love – the Swiss way: sociologists want to “optimize the marriage market”.

Der Blogeintrag kommentiert den Artikel „Optimizing the marriage market: An application of the linear assignment model“ im Special Issue Innovative Applications of O.R. des European Journal of Operational Research.

Ich finde das eine ganz witzige OR-Anwendung. Kann ja sein, dass es für die ganzen ElitePartner, parship.de, Neu.de, und so weiter, die eine oder andere Anregung dabei ist.

Also denkt dran Leute: Bändeln, Bändeln, Bändeln, damit ganz viele Kinder am Ende rauskommen – Sonst klappt das nicht mit der Rentenkasse :)

Gefunden unter Robot Skier in America, wo es dann auch ein Text dazu gibt.

Weitere Informationen unter Skiing Robot Races Down Slope, wo es noch mehr Videos und ein Interview mit Bojan Nemec gibt.

Zur Einstimmung auf Morgen…

Quelle: http://www.mesai.co.kr/

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