Rick Bookstaber wurde am 05 November zum Senior Advisor der neuen Abteilung für „Risk, Strategy and Financial Innovation“ der US-Finanzaufsicht, S.E.C., berufen . Die NY Times titelte dazu S.E.C. Appoints Hedge Fund Veteran as Adviser. Bookstaber hat für diverse Banken und Hedge Funds gearbeitet (z.B. Salomon Brothers, Morgan Stanley, Ziff Brothers, Moore Capital), in einschlägigen Fachzeitschriften publiziert, das Buch „A Demon of Our Own Design: Markets, Hedge Funds, and the Perils of Financial Innovation“ (amazon link) geschrieben und bloggt regelmäßig (rick.bookstaber.com). Im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Finanzkrise ist insbesondere die Anhörung beim Subcommittee on Investigations & Oversight – The Risks of Financial Modeling: VaR and the Economic Meltdown (10 Sep 2009), wo Bookstaber und Nassim Taleb eine nette Diskussion führen, hervorzuheben (Meiner Meinung nach die beste Diskussion/Aufarbeitung der Finanzkrise bis dato). Man kann sagen, dass die SEC einen durchaus kompetenten Typen für die Aufgabe angeworben hat. Ketzerisch kann man fragen: Wird die Bafin oder Bundesbank jemals solche Leute anwerben können???
10. November 2009
Bookstaber wird Senior Advisor in der US-Finanzaufsicht
Posted by nigecus under Banken, Finanz, Politik, Staat, Volkswirtschaft | Schlagworte: Bookstaber, Derivate, Finanzaufsicht, Finanzkrise, Optionen, Politik, SEC, Senat, Taleb, USA |Leave a Comment
10. November 2009
Videohinweis – Interview mit Dr. Konrad Hummler
Posted by nigecus under Banken, Finanz, Politik, Staat, Volkswirtschaft | Schlagworte: Konrad Hummler, Too Big To Fail, Wegelin |Leave a Comment
10. November 2009
Öl-Peak, Das Öl ist mal wieder knapp
Posted by nigecus under Energie | Schlagworte: Öl, IEA, Oil, Peak |Leave a Comment
Hier ein paar Zitate des Whistleblowers:
„The IEA in 2005 was predicting oil supplies could rise as high as 120m barrels a day by 2030 although it was forced to reduce this gradually to 116m and then 105m last year“
„The 120m figure always was nonsense but even today’s number is much higher than can be justified and the IEA knows this.“
„Many inside the organisation believe that maintaining oil supplies at even 90m to 95m barrels a day would be impossible but there are fears that panic could spread on the financial markets if the figures were brought down further. And the Americans fear the end of oil supremacy because it would threaten their power over access to oil resources“
Ein zweiter unbekannter IEA-Mitarbeiter soll gesagt haben
„We have [already] entered the ‘peak oil’ zone. I think that the situation is really bad“
Alles in andere Worten: Wir verbrauchen unser Öl schneller als geplant, und die Planungen sind schon Müll.
4. November 2009
Was ich beim Benchmarking noch nie verstanden habe
Posted by nigecus under Banken, Finanz, Unternehmen | Schlagworte: Alpha, Asset Management, Benchmarking, Besser als der Markt, Besser als erwartet, Boni, Bonus, CAPM, Fonds, Insolvenz, Jensen Alpha, Leistungsmessung, Manager, Market Based View, Marktindex, Marktrisiko, Performancemessung, Portfolio Selection, Relative Performance, relativieren, Survivor, Vergütung, Vergleich, Verlust |Leave a Comment
Benchmarking, zu Deutsch „Vergleich“, war schon immer so ein Messkonzept, was ich ganz toll aber gleichzeitig eigenartig fand. Solange jemand oder etwas „besser“ macht (je nachdem was wir betrachten) als der Durchschnitt aller Alternativen (z.B. Wettbewerber, Produkte, Produktionsprozesse, Vermögensverwaltung, usw.) ist alles ganz toll. Wenn die Konkurrenz ganz stark ist, die Produkt mega super, die Produktions voll effizient, usw., dann mag Benchmarking motivierend wirken noch besser zu werden (Ok, das kann dann zu Dingen wie Profitgier, realitätsfremden Entscheidungen, usw. führen) oder zumindest diejenigen Alternativen rauszusortieren, die nicht mithalten können (z.B. Verdrängungswettbewerb, Survival of the Fittest, Marktbereinigung, etc.).
Die Trägheit der Überlebenden
Genau bei letzteren entsteht ein Problem: Es verschwinden Alternativen, sodass diejenigen die übrig bleiben (Suvivor) aus relativer Sicht, also aus Sicht einer Benchmarking-Messung, „besser“ werden ohnen einen Finger zu rühren – Wow man wird „besser“ ohne etwas dafür zu leisten!!! Ein Traum, der Wirklichkeit wird, dank Benchmarking… falls man überlebt! (Ich glaube Organisationsforscher nennen das dann die Trägheit der Organisation, was dann folgt. Die Organisation wurde erfolgreich, und dann fett und faul, und immer noch „relativ“ erfolgreich)
Not mit Elend vergleichen
Als zweites, kann man mit Benchmarking Schwachsinn schön reden. Denn wenn alle Produkte Mist sind, aber „unserer“ Produkt einfach das am wenigsten schlechteste Produkt ist, dann ändert es nichts an der Situation, dass das Produkt Mist ist. Somit kann beim Benchmarking auch schlechtes Produkt ein Erfolg sein, was vollkommen absurd ist.
Benchmarking und Vergütung
Warum ich das erzähle? Vor einigen Jahren ereignete sich, dass ich mich auf die (Irr-)Fahrt Finanzwirtschaft einließ. Einer der ersten Dinge die mir eingeflöst wurde war die Portfoliooptimierung, wo man gesagt bekommt, dass man irgendwelche Indizies als „Benchmark“, also als Vergleichsalternative, zu benutzen hat – Die Menge der Zuhörer war entzückt. Und irgendwie plausibel erscheint es ja auch auf dem ersten Blick. Insbesondere die Doktrin, dass ein „guter“ Fondsmanager den „Benchmark schlägt“, und folglich entsprechend entlohnt wird. „Besser als der Markt“, „Besser als erwartet“, … ist nicht nur der Jargon von Spekulanten, Analysten, Finanzinstitutionen, sondern auch von den ganzen Denglisch-sprechenden, veramerikanisierten „Managern“, die sich als „Elite“ unserer Gesellschaft selbst krönen. Jedoch fragte ich mich relativ rasch: Und was ist wenn Geld verbrannt wird? Ändert sich dann diese Tatsache nur weil alle Geld verbrannt haben oder der Vergleichsmaßstab ebenfalls abkackt? Ob dann eine Benchmarking-orientierte Vergütung Sinn macht… wohl kaum: „Wir haben gestern den Insolvenzantrag abgegeben, aber wir waren besser als der Markt. Darum haben wir ja unsere lestungsgerechte Bezahlung verdient…“ Das ist in der Tat eine absurde Argumentation: Es ist Benchmarking!
4. November 2009
Videotipp: Die Bail-Out-Doktrin, Maximiere Moral Hazard
Posted by nigecus under Banken, Devisen, Finanz, Politik, Staatsbanking, Trading, Volkswirtschaft | Schlagworte: Adverse Selection, Anleihen, Bail Out, FED, Finanzkrise, Geithner, Insolvenz, Intransparenz, Korruption, Moral Hazard, Regulation, Security Law, Too Big To Fail, USA, Wertpapiergesetz |Leave a Comment
Video und Diskussion gibt es auf Yahoo Finance:
Four Years Into The Worst Crisis In History And Still No Reform
4. November 2009
Spielt GM die Nationalistenkarte
Posted by nigecus under Automobil, Politik, Staatsbanking, Unternehmen | Schlagworte: BRD, USA, Staatsbanking, Staatshilfe, Opel, Insolvenz, GM, Vauxhall, Sanierung, Restrukturierung, General Motors, Bundesregierung, Rüsselsheim, Bochum, Magna, Sberbank, Russland |Leave a Comment
Vorhin war auf dem Handelsblatt zu lesen: Brüderle lässt Opel nach GM-Entscheidung fallen. Dort steht geschrieben:
Es sei den USA schwer vermittelbar, wenn Berlin die Hilfen, die dem Magna-Sberbank-Konsortium in Aussicht gestellt
worden seien, GM nicht zur Verfügung stelle.
„Der simple Satz: ,Wir geben euch nicht, was wir den Russen gegeben hätten’, ist schwer auszusprechen. Wir müssten den Amerikanern verweigern, was wir den Russen gegeben hätten“, sagte Fuchs (CDU).
Ich hoffe GM spielt nicht diese Nationalistenkarte des Kalten Kriegs. So wie ich das mitbekommen habe, hat sollte die Bundesregierung lediglich eine Art Restrukturierungskredit gewähren, um Opel aus dem GM herauszulösen und zu einem anderen Investor zu transferieren. Damals war ja ungewiss ob der General Motors Konzern überhaupt überleben werde, sodass es eigentlich nur um die halbwegs geordnete Liquidation des GM Konzerns ging. Tatsache ist, dass der heutige GM-Konzern, nicht derselbe wie damals ist. GM hat sich liquidiert (Siehe Saturn, Hummer, Saab, usw.), wobei lediglich Opel im Portfolio drin blieb. Meiner Meinung nach galt das Angebot der Bundesregierung nur für die rechtliche Herauslösung von Opel/Vauxhall aus dem General Motors Konzern. Daher kann ich der Aussage nur Recht geben:
Zu der Möglichkeit einer Staatshilfe sagte Brüderle: „General Motors/Opel kann wie jedes andere Unternehmen einen Antrag stellen.“
4. November 2009
Hot Money Inflow und der chinesische Immobilienmarkt
Posted by nigecus under Devisen, Finanz, Volkswirtschaft | Schlagworte: China, Immobilien, Finanzmarkt, Außenhandel, Volatilität, FDI, Hot Money, Real Estate, Wohnungen, Spekulation, Capital Inflow, Bubbles, trade surplus |Leave a Comment
EIn Lesetipp: „Does “hot money” drive China’s real estate and stock markets?“ (Under Review, für die Zeitschrift „International Review of Economics & Finance“).
Die Autoren schlussfolgern, nachdem sie eine Menge Daten durch VAR- und MS-Modellen jagten,
The massive speculative funds or “hot money” inflows into China in recent years are believed to present various potential dangers to the domestic economy, since they typically move swiftly in and out of a market, and potentially create bubbles in the financial market.
Hier ist nochmal zu bedenken, dass das Paper nicht beantwortet, warum zuviel „Hot Money“ nach China reinfließt…
Although the liquidity shock stemming from hot money constitutes a large portion of the volatility in real estate and stock markets, relatively little information is known as to what extent the speculative funds and other various underlying economic factors impact the two important markets…
…starting from 2003 there has been huge capital inflow in China, which can’t be explained by trade surplus or FDI…
…Specifically, the speculative funds aggravate the inflated short-term real estate price and obviously enhance the volatility of real estate market…
Was soll die chinesische Zentralbank tun?
Hence, the findings in this paper can be particularly informative and contain practical implications for the Chinese central bank in terms of conducting currency policies on international capital flows, considering that any large fluctuations in this regard could be detrimental to international trade and the smooth operation of financial markets.
4. November 2009
SirsiDynix nimmt Stellung zu Open-Source
Posted by nigecus under Computer, Rechte, Technik, Unternehmen | Schlagworte: Lobbyismus, Open-Source, Urheberrecht, Total cost of ownership (TCO), Opportunity costs, Software as a Service (SaaS), Features and Functions, Customization, Security, Networking, Open Formats, Necessary expertise, Testing, Integration, Community-driven, Scalability, Speed, Reliability, SirsiDynix, Software, Library, Bibliothek |Leave a Comment
Der Anbieter von Bibliothekssoftware SirsiDynix (Huntsville, Alabama, USA) hat in einem Schreiben „Integrated Library Systems Platform on Open Source“ an seine Kunde Stellung zu Open Source genommen.
Die Aussage von SirsiDynix ist lediglich, dass Open-Source voll schlecht sei, insbesondere für „Integrated Library Systems“. Im Dokument arbeitet SirsiDynix, die folgenden Punkte ab, um zu sagen, dass Open Source da immer schlecht sei: Total cost of ownership (TCO), Opportunity costs, Software as a Service (SaaS), Features and Functions, Customization, Security, Networking, Open Formats, Necessary expertise, Testing, Integration, Community-driven, Scalability, Speed, Reliability.
3. November 2009
Polizei bezahlt, DFB/DFL kassiert
Posted by nigecus under Sport | Schlagworte: 2. Bundesliga, 3. Halbzeit, DFB, Fussball, Hansa Rostock, Nordderby, Polizei, St Pauli |[3] Comments
Der Polizei-Boss Wendt hat im Handelsblatt Artikel „DFL kassiert Millionen, Polizei Prügel“ ein paar markige Sprüche abgelassen:
„Die wirtschaftlichen Interessen müssen in den Hintergrund treten. Im Moment ist es so: Die DFL kassiert Mill. und die Polizei die Prügel“
„Klar, die Lebensgefahr für den DFB-Präsidenten und seinen Sicherheitschef ist überschaubar. Der Herr Zwanziger und der Herr Spahn können sich höchstens an den Schnittchen im VIP-Raum verschlucken.“
Wendt forderte dass die Polizei Einfluss auf die Anstosszeiten haben muss, also in die Spielplanung der Bundesliga eingreifen darf. Dies ist irgendwie verständlich, weil die Polizei ihre Proügelpolizisten, pardon die Bereitschaftspolizei, irgendwie über alle Spielstätten in der BRD verteilen muss, je nach dem was anliegt.
Wendt legte nach:
Wendt hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass sich jeder Fan, der derzeit ins Stadion gehe, in „Lebensgefahr“ begeben würde.
Aber der DFB sieht das natürlich ganz anders.
Zwanziger bezeichnete die Aussage als „unverantwortlich“ und eine „polemische und populistische Äußerung“.
„Was der Mann sagt, ist absolut unverantwortlich, er hat sich disqualifiziert.“ (Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte)
„Ich vermute, dass Herr Wendt noch nie im Fußballstadion war.“ (DFB-Sicherheitschef Spahn)
Lieber Herr Zwanziger, Spahn und Herr Gabriel, es gibt „Risiko“-Spiele, da halte ich mich lieber an Herrn Wendt… Ich sage nur ITALIEN. Wenn die DFBler lediglich gut im Ignorieren sind, dann müssen die sich nicht wundern, wenn irgendwann die Profi-Vereine rumjammern, dass sie das eine oder andere Spiel vor leeren Rängen spielen müssen.
Hier die „schönsten“ Videos vom letzten Nordderby Hansa Rostock vs. St.Pauli …
Ach nochwas. Es gibt ein Unterschied zwischen Choreos (z.B. unter Einsatz von Leuchtfeuerwerk) und ganz simplerer Prügelei.
3. November 2009
Lesetipp: Genossenschaften und Digitale Natives
Posted by nigecus under Gesellschaft, Politik, Rechte, Unternehmen, Volkswirtschaft | Schlagworte: Creative Class, Creative Commons, Digitale Natives, Erfolgsträume, Geistiges Eigentum, Geld, Gen Y, Generation Y, Genossenschaften, Geschäftsmodell, Ich-AG, Innovation, Kapital, Long Tail, Macht, Machtentfaltung, Musikbranche, Netzwerk, Open-Source, Parteien, Patente, Rechtsform, Rechtssystem, UG, Unternehmensform, Urheberrecht |Leave a Comment
Gefunden auf Blick Log „Enterprise 2.0: Genossenschaften made by digital natives“, was ein Gastbeitrag von Social Banking 2.0 http://lochmaier.wordpress.com/2009/10/27/enterprise-2-0-genossenschaften-made-by-digital-natives/. Zum diskutieren dann auch bitte dorthin gehen!!!
Der Typ der im Video spricht ist Peter Kruse (nextpractice).
2. November 2009
Designer-Gartenmöbel für Chemiker
Posted by nigecus under Uncategorized | Schlagworte: Chemie, Design, Gartentisch, Möbel, Periodensystem, Tisch |Leave a Comment
[Link zum Bild]
Gefunden auf Scientific Blogging
2. November 2009
High Frequency Trading #3 – Paddy Hirsch erklärt wie es funktioniert
Posted by nigecus under Trading | Schlagworte: Algo, Börsen, Flash Order, HFT, High Frequency, High Frequency Trading, Investoren, Liquidity Rebate, Market Maker, Marktmikrostruktur, Marktmodell |Leave a Comment
Paddy Hirsch von Marketplace erklärt am Whiteboard wie die Standard-HFT-Algos funktionieren (vimeo)
*Das vimeo Video ist besser als die youtube Uploads!
Eine Anmerkung: Wenn durch das Einstellen und der Durchführung eines Auftrags das Preisniveau sich selbstverstärkend verändert, dann nennt man das „Market Impact“, was eine Subkategorie von Transaktionskosten darstellt (ist i.d.R.. nur im Börsenhandel wichtig, aber kommt auch in Gütermärkten vor, z.B. „Überhitzung der Wirtschaft“). Wenn jedoch ein Teilnehmer ständig versucht andere Marktteilnehmer auszuspähen, um deren Transaktionskosten in die Höhe zu treiben (um diese einzukassieren. Nein, es gibt keine „invisible hand“ die Transaktionskosten „wegzaubert“, sondern es kassiert jemand diese), dann hat das sehr wenig mit einem effizienten Marktmechanismus am Hut. Man kann auch sagen, dass es Zweck von vielen HF-Algos es ist die Transaktionskosten in Finanzmärkten zu maximieren.
Dazu noch ein kleines Zitat von Taylor Durden (ZeroHedge):
The whole rigged computer dominated stock market casino is just getting plain silly … At least in Vegas they break your hand when they catch you ripping off the house.
2. November 2009
Wettbewerb-in-der-Forschung vs. Research-for-the-Sake-of-Research
Posted by nigecus under Uncategorized | Schlagworte: Forschung, Patente, Publikationen, Wissenschaft |1 Comment
Jon Klar fragt: Is Competition in Science a Good Thing? und stellt als „Disclaimer“ gleich mal klar:
In this particular conversation I am referring to research that is funded with the intent to improve the quality of life of mankind on a large scale such as vaccines and alternative energy solutions. I do understand the need of competition when a company is developing say, a new material to lower costs, for example
Er bezieht sich auf den Artikel „Post-publication sharing of data and tools“ (Nature), wo diskutiert wird dass Kollaboration und „Knowledge Sharing“ ja viel besser für Forschung ist, aber auf zahlreiche Probleme wie Zackereien um das Geistige Eigentum, prestigereiche Publikationen, und so weiter auftreten, die sich negativ für die Forschung auswirken.
Die Schlussfolgerung ist klar, und Jon Klar formuliert es so:
The obvious question is: why does a competition driven system work for the economy but not for research?
Science is not a business and should not be treated as such
Ich sehe das genauso.
2. November 2009
Zauberformel für Partner-Vermittlungen entdeckt
Posted by nigecus under Gesellschaft, Soziologie | Schlagworte: Dating, Dating Agency, Ehe, Ehemann, Ehepaare, Familie, Glück, Hausfrau, Heiratsmarkt, Kinder, Liebe, Operations Research, Optimierung, OR, Partneragentur, Partnerbörsen, Partnersuche, Partnervermittlung, Singlebörse |Leave a Comment
Gerade gefunden auf BodySpaceSociety, Love – the Swiss way: sociologists want to “optimize the marriage market”.
Der Blogeintrag kommentiert den Artikel „Optimizing the marriage market: An application of the linear assignment model“ im Special Issue Innovative Applications of O.R. des European Journal of Operational Research.
Ich finde das eine ganz witzige OR-Anwendung. Kann ja sein, dass es für die ganzen ElitePartner, parship.de, Neu.de, und so weiter, die eine oder andere Anregung dabei ist.
Also denkt dran Leute: Bändeln, Bändeln, Bändeln, damit ganz viele Kinder am Ende rauskommen – Sonst klappt das nicht mit der Rentenkasse
2. November 2009
Fundstück: Ein Ski-fahrender Robotor
Posted by nigecus under Robotik | Schlagworte: Bojan Nemec, Roboter, Ski |Leave a Comment
Gefunden unter Robot Skier in America, wo es dann auch ein Text dazu gibt.
Weitere Informationen unter Skiing Robot Races Down Slope, wo es noch mehr Videos und ein Interview mit Bojan Nemec gibt.
1. November 2009
Zur Einstimmung auf Morgen…
Quelle: http://www.mesai.co.kr/
1. November 2009
Middelhoff erleidet Gedächtnisverlust
Posted by nigecus under Unternehmen | Schlagworte: Arcandor, Betrug, Eick, Esch-Fonds, Görg, Insolvenz, Insolvenzverschleppung, Karstadt, Middelhoff, Oppenheim, Quelle, Veruntreuung, Wirtschaftskriminalität |Leave a Comment
Ok, normalerweise tue ich das nicht, aber ich werde jetzt die BILD-ZEITUNG zitieren, wonach Ex-Arcandor-Manager Thomas Middelhoff sinngemäß meinte „Quelle-Pleite hätte vermieden werden können!„.
Die BILD-ZEITUNG schreibt treffend direkt unter der Überschrift: „.. dabei soll er maßgeblich für den Untergang des Unternehmens verantwortlich sein..“ wobei ich die BILD-Zeitung korrigieren muss: „…Middelhoff ist maßgeblich…“ muss es heißen.
Es hätte irgendein PR-Berater dem Herrn Middlehoff sagen sollen: „Halt’ die Fresse!“ oder „Es gibt Phasen wo man einfach die Klappe halten sollte“ und so weiter…
Herr Middelhoff soll gesagt haben:
Das Ende von Quelle ist ein in höchstem Maß bedauerliches Ereignis – vor allem, weil es nicht unabänderlich war
und schiebt die Schuld auf seinen Nachfolger Eick:
Als keine Staatshilfen kamen und das Planinsolvenzverfahren scheiterte, stand das Unternehmen ohne Alternative da. So rutschte es in eine ungeordnete Insolvenz.
In der BILD stellt Insolvenzverwalter Görg den Fall Quelle so dar:
Wir haben mit der Lupe nach der Substanz in diesem Unternehmen gesucht, aber wir haben nichts Nennenswertes gefunden.
Irgendwie halte ich es für unwahrscheinlich, dass Eick in seinen 7 Monaten bei Arcandor (wofür er insgesamt 15 Mio bekam) so dermaßen runterwirtschaften könnte. Zu dem diesem Lackaffen Middelhoff fällt mir nichts mehr ein, der Mann muss einer eigenen kleinen Traumwelt leben, wo er eine Art Gott spielen muss.
Ein kleines Beispiel zu den Methoden des Herrn Middelhoffs: Zwar wurde bereits vor Middelhoffs Zeit die meisten Karstadt-Warenhäuser an Oppenheim-Esch-Fonds verkauft, der diese dann an Karstadt vermietet hat, wobei Middelhoff dann die Mietpreise aushandelte – Und Middelhoff war Anteilseigner an den Esch-Fonds! Das nennt man nicht nur Interessenskonflikt, sondern „Betrug“, „Veruntreuung“ oder einfach nur „kriminell“ nennt, und dem Zweck der „Selbstbereicherung“ diente. Ich zitiere StGB §266 S.1 (Untreue)
Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, mißbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auftrags, Rechtsgeschäfts oder eines Treueverhältnisses obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletzt und dadurch dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Naja, ein Ermittlungsverfahren diesbezüglich wurde im Juni 2009 eingeleitet (Siehe bspw. Spiegel, Manager-Magazin, Süddeutsche, Tagesschau, usw.), sodass der aktuelle Vorstoss in die Medien durch Middelhoff (das ist nämlich das einzige was der Mann kann) dadurch begründet ist, dass die Staatsanwaltschaft das Insolvenzverfahren abwarten wollte. Auch klar ist dass Görg von einem Amt bestellt wurde und den „Schmutz“ den er gefunden hat auch bestimmt dorthin weiterleitet.
Desweiteren wird ab jetzt wohl auch gegen Eick wegen Insolvenzverschleppung ermittelt (AktG § 92 „Vorstandspflichten bei Verlust, Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit“ und InsO § 15a „Antragspflicht bei juristischen Personen und Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit“). Hier ist aber zu klären ob Arcandor nicht schon vor Eick, also bereits unter Middelhoff, einen Insolvenzantrag hätte stellen müssen, was aber einen Bilanzbetrug voraussetzen müsste. In diesem Zusammenhang wäre zu klären ob insbesondere der Goodwill in der Arcandor-Bilanz „Zauberei“ war… Dies würde widerum Zweifel über die Ordnungsmäßigkeit des Testats des Wirtschaftsprüfers aufkommen lassen (der auch beim Insolvenzverfahren dabei war), und der sich noch witziger auf die Auslegung des Rechnungslegungsstandards IFRS berufen kann (den „er“ als Mitglied des IAS noch viel viel lustigerweise selbst mitschreibt… bzw. bezahlt).
Weitere Quellen:
Thomas Middelhoff hält die Quelle-Pleite für unnötig (WELT)
Ex-Arcandor-Chef: „Die Quelle-Pleite war nicht unabänderlich“ (Focus)
Ausverkauf bringt Webseite zum Erliegen
1. November 2009
Lesehinweis: Batterien für Elektroautos
Posted by nigecus under Automobil, Finanz, Unternehmen | Schlagworte: Batterie, Conti, Eigenkapital, Elektroauto, Free-Cashflow-Hypothese, Fremdkapital, Kapitalgeber, New Venture, Risiko, Technologieumbruch, Verschuldungsgrad |Leave a Comment
Die Geschichte mit den Batterien für Elektroautos ist eine sehr spannende Sache, weil Phase von Unsicherheiten bzgl. Nachfolge-Technologien nicht so häufig vorkommen… in Branchen wie Maschinenbau, Automobil, Luftfahrt, Anlagenbau, etc.
Hierzu ein Artikel im Handelsblatt: Kampf um das Herz der Elektroautos (Handelsblatt, 31.10.2009)
Mit Unsicherheiten ist die Gefahr des „Griff ins Klo“ gemeint, weil Autohersteller und ihre Zuliefer sehr viel Geld in die Hand nehmen müssen: Komplett andere Plattform, Antriebstechnik, und vieles mehr inklusive der Batterie. Also kein Wunder, dass beim komplett überschuldeten Continental-VDO-Schaeffler-Firma den Entscheidern die Schweißperlen am Kopf runterlaufen. Eigentlich müsste Conti seine Pasiva umbauen, weil das exogene Ereignis eines Technologieumbruchs die Mindestrenditeforderung einer Free-Cashflow-Hypothese (d.h. Kapitalgeber setzen Renditeziele über Fremdkapital, damit das Management keine überflüssigen risikoreichen Projekte finanzieren) obsolet, nicht situationsgerecht, komplett unrealistisch macht. Gerade Conti muss sich entschulden! Wenn die Kapitalgeber (d.h. Eigen- und Fremdkapital) das nicht einsehen, dann kann die Situation entstehen, dass Conti in wichtigen Geschäftsfeldern aus dem Wettbewerb fliegt – Ergo Kapitalgeber richtig viel verlieren.
Ein Blog-Hinweis: Plug-In Germany, PHEV, BEV and V2G berichtet über die alternativen Antriebe für Autos, in der Regel mit Videos, z.B.
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Lithium-Mangel bedroht die Auto-Revolution (Spiegel)
31. Oktober 2009
ZDF inszinierte Anti-Killerspiele-Aktion in Stuttgart
Posted by nigecus under Medien | Schlagworte: Amoklauf, Computerspiele, Fake, Inszinierung, Killerspiele, Manipulation, Populismus, Verschwendung, Waffenrecht, Winnenden, ZDF |Leave a Comment
Das habe ich eben erst mitbekommen beim durchstöbern von OpenCast „Aktion gegen “Killerspiele” ZDF inszeniert Aufnahme“ (Oktober 23rd, 2009)
Hier der Sendebeitrag vom ZDF:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/866348?inPopup=true
Und hier was das Kamerateam so machte:
Ich weiß ehrlich nicht wie sowas kommentieren soll. Ja ist irgenddwie traurig, dass in Winnenden einen sorgloser Bonzen-Papi seine Schießeisen samt Munition unterm Kopfkissen gelagert hat und sein geisteskranker Sohn ein Blutbad anrichtete. Aber warum schmeißt nun das ZDF meine GEZ-Gebühren für einen solchen populistischen Schwachsinn raus? Warum rückt das ZDF diesen Bonzen-Papi nicht auf die Pelle, der das Massaker von Winnenden zu verantworten hat?
