Das ISDA Gremium (bestehend aus Banken und ein paar größeren sonstigen Finanzmarktteilnehmer) wird wohl demnächst zusammenkommen, um darüber zu entscheiden, ob (a) der “freiwilige” Schuldenschnitt, und (b) die nachträgliche Umformulierung mit CAC, jeweils ein Kreditereignis darstellen.

Also (a) ist das persönliche Bier jedes Griechenbondbesitzers, ihre Bonds mit fetten Discount zu verkaufen, und dafür neue/andere Bonds desselben Emittenten zu Par zu kaufen.

Aber (b) wäre ein Kreditereignis, weil die Situation ganz simpel so ist:
- Es wurde ein Schuldtitel platziert, worin der Schuldner versprochen hatt 100% zurückzuzahlen
- Am Ende erhält der Gläubiger nicht die versprochenen 100% vom Schuldner zurück.
Zum Zeitpunkt der Emission gab es kein CAC im Prospekt, sodass ein nachträgliches Ändern der CAC ein Restructuring darstellt. Zumindestens würde das ISDA Gremium normalerweise so entscheiden, aber wer weiß, wer weiß.

Ich denke dass das ISDA Gremium am Ende auf kein Kreditereignis entscheiden wird, weil dafür zuviel im Pott liegt. Aber dafür würde dann der ganze Sovereign CDS Markt faktisch wertlos werden, weil dann klar ist, dass bei Staatspleiten die ISDA Kreditereignisse nicht eindeutig genug definiert sind.

Dies steht im Kontrast zum High Yield CDS Markt, z.B. sind Firmen ja verpflichtet einen Insolvenzantrag zu stellen, wodurch ein Kreditereignis ziemlich offensichtlich wird.

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