So ein Herumgemotze. Herr Rösler sei schuld bla bla bla. Wofür zum Teufel hat die BRD soziale Sicherungssysteme? Eine Transfergesellschaft als Alternative? Was ändert eine Transfergesellschaft für die Ex-Mitarbeiter? Die Bezeichnung des Zustands? Eine Transfergesellschaft ändert auch nichts daran, dass diese Ex-Mitarbeiter sich einen neuen Job suchen müssten. Weil Schlecker ist am Ende. Ganz klassisch im Wettbewerb gegen die Konkurrenz auf betriebswirtschaftlicher Ebene verloren. Klar hört sich das jetzt kalt an, aber das ist nunmal die bittere Wahrheit.

Egal was die Politik nun im Nachgang für PR-Spielchen treibt, an dem Tod von Schlecker können die nichts mehr ändern. Was soll denn das Wirtschaftsministerium tun? Schlecker in einen Staatsbetrieb umwandeln? So ein Schwachsinn. Was erwarten die Leute denn? Diese ganze Seifenoper ist nur mediales Leichenfleddern.

Vielleicht sollte ich mal das wiederholen, was ich schon zur Karstadt-Retteritis schrieb: Es ist kein Steuerpfennig wert einen Einzelhandelsbetrieb zu “retten”, weil keine kapitalintensive Infrastruktur ausgelöscht, die nicht ohne weiteres und zeitnah durch Konkurrenten oder neue Marktteilnehmer ersetzt werden könnte. Genau dass ist der Grund warum es sich lohnt ein 500 Mann Maschinenbauunternehmen zu unterstützen und ein 10000 Mann Einzelhandelsunternehmen fallen zu lassen. Wirtschaftspolitik muss sich halt fragen, was langfristig (über eine Legislaturperiode hinaus) für den Wohlstand der 80 Mio Einwohner wichtiger ist: Ein Alleinstellungsmerkmal im Weltwirtschaftskrieg (aka “Globalisierung”) oder eine problemlos substituierbare Ladenverkaufstheke. Das mag zwar überspitzt klingen, und 500 vs 10000 der gefühlten Gerechtigkeit widersprechen, aber wir leben nicht in Nordkorea.

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