Die Angestellten des öffentlichen Dienst bekommen nun 6.3% mehr Lohn.
Ja moralisch ist das alles schön und gut (die Banken, die Griechen, das letzte Jahrzehnt, usw.).
Aber die 6.3% sind saugefährlich.

Ob es nun einigen Ex-Mitgliedern der EZB gefällt oder nicht (z.B. Stark), hat die EZB sauviel Geld in das Finanzsystem gepumpt (Draghi hat das gemacht was Helikopter-Ben vorgemacht hat). Ich will jetzt nicht daraufeingehen wie “gerecht” das sein mag, nur dazu: Es ist richtig was die EZB unter Draghi tut, weil es das Einzige ist was funktioniert. Diese EZB-Milliarden sind nur dafür dass Risikomanger von Finanzmarktteilnehmer keine Grund haben einen Run auf andere Finanzmarktteilnehmer, die Counterparts, zu veranlassen (was der Extremfall wäre) bzw. höhere Besicherungsanforderungen zu stellen (Was bereits ein Kollaps starten würde, innerhlab weniger Minuten). Dass dann T+1 bis T+2 einige EU-Staaten (inkl. größere) finanziell im Eimer sind, braucht dann nicht mehr ausgeführt werden (Wie bereits gesagt: Was die Politiker mit ihren ESM, EFSM, usw. Peanuts Fonds machen ist egal, nur die EZB hat die Macht und Flexibilität etwas zu “retten”. Und das tut die EZB seit Monaten schon).

Das Vollpumpen des Finanzsystems durch die EZB geht aber auch gefährlich, denn diese EZB-Liquidität darf das Finanzsystem nicht wirklich verlassen, um inflationäre Entwicklungen zu vermeiden. Geldpolitik muss sich da auf die Fiskalpolitik verlassen können. Und so eine 6.3% Lohnrunde im öffentlichen Dienst (Haushalt=Steuern+Neuschulden <– Neuschulden über Finanzsystem <– Finanzsystem vollgepumpt von EZB) ist genau so ein "Verlassen des Finanzsystems". Die (Fiskal)Politik kennt die geldpolitischen Maßnahmen und risikiert sehenden Auges den Start einer Inflationspirale. Das hat die Berliner Republik ganz toll hingekriegt! Ganz schlecht vom eigenen Mitspieler umgekrätscht zu werden…

About these ads