10^10


Es ist schon komisch, dass die IKB beim Goldman-Prozess um das SPV Abacus in der Opfer-Rolle gekleidet daherkommt, aber in einem bald anlaufenden Prozess wegen dem SPV Rhinebridge auf der Anklagebank sitzen wird (IKB kommt nicht an US-Prozess vorbei).

Beim Goldman-Prozess muss die IKB den Anschein erwecken zu doof gewesen zu sein, den Abacus Prospekt gerafft zu haben. Und auch beim IKB/Rhinebridge Prozess muss die IKB zeigen, dass sie bei der Initierung von Rhinebridge keinen blasen Schimmer hatten was die Assets betrifft (Also garnicht wissen konnten, dass sie da Scheiße reinladen). Es ist irgendwie widersprüchlich wenn man je nach Konstallation mal die Rolle des Investors, dann des Portfoliomanager und dann wieder des Arrangeurs/Initiator spielen kann, und dann später behauptet man sei eigentlich zu doof dafür gewesen (Also nicht ein “sophisticated investor” waren).

Das Beste was der IKB (also heuten den deutschen Steuerzahler) passieren kann ist, dass beim Goldman-Prozess rauskommt, dass bei der IKB nur inkompetente Säcke im ABS-Team gearbeitet haben. Im Worst Case kommt da noch eine Rechnung hinterher…

Nachdem ich das gelesen habe:

An seinen Geschäften in Griechenland hat Merck-Chef Karl-Ludwig Kley zurzeit wenig Freude. Mehr als 50 Millionen Euro schuldeten die staatlichen Krankenhäuser zuletzt der hellenischen Tochter, deren Jahresumsatz 70 Millionen Euro beträgt.

Der im Dax notierte Pharma- und Chemiekonzern rechnet inzwischen nicht mehr damit, dass die Kliniken jemals die vereinbarten Preise für die Produkte zahlen werden – und hat jetzt eine Rückstellung von 12,5 Millionen Euro gebildet. (Manager Magazin)

… ist meiner Ansicht das Kriterium der Zahlungsunfähigkeit Griechenlands erfüllt.

Die Öffentliche Hand ist ja stets ein säumiger Zahler. Firmen begeben sich selbst als Auftragnehmer gegenüber einer auftraggebenen Öffentlichen Hand immer in latente Insolvenzgefahr. So ist es in Deutschland, und wird in Griechenland nicht anders sein. Jedoch sind ausstehende Beträge die fast die Höhe des Jahresumsatz erreichen, auch für eine säumige Öffentliche Hand extrem.

Dieses kleine Beispiel zeigt deutlich, was auf Griechenland zu kommt. Die Griechen brauchen ihre Staatsausgaben nicht selbst kürzen. Diese Kürzen sich von alleine, weil griechische Öffentliche Einrichtungen (wie öffentliche Krankenhäuser) bald nichts mehr einkaufen können. Beispielsweise ist ein Pharmahersteller wie Merck keine Verschenkveranstaltung, die aus puren Mitleid ohne Bezahlung Medikamente bereitstellen.

Die öffentliche Einrichtungen können säumige Zahler sein, weil es große Kunden, wo sich allein über die Masse die üppig ausgelegten Zahlungsziele für Lieferanten rechnet, sodass auch ohne weiteres Konkurrenz-Lieferanten diese schrottigen Konditionen bedienen wollen. Das hat aber Grenzen. Und zwar dort wo garnicht mehr bezahlt wird bzw. hohe Unsicherheit sich aufbaut wo das Zahlungsziel liegen mag: 1/2 Jahr, 3/4 Jahre, 1 Jahr, 2 Jahr, … , garnicht?

Die Griechen sollte sich schonmal erkundigen, wie so eine “moderne Staatspleite” aussehen kann, und zwar beim EU-Beitrittskandidaten Island. Nein, die Welt geht nicht unter, das Leben geht weiter, aber mit weniger Produktverfügbarkeit.

Hallo! Ich habe jetzt eine neue Kategorien-Systematik für diesen Blog eingeführt (Mal gucken ob ich es für die älteren Beiträge nachtrage… glaube eher nicht).

In Zukunft werden alle Blogeinträge in denen es um Geld geht mit der entsprechenden Größenordnung 10^x versehen, z.B.

10^3 ==> 1000 Euros

10^5 ==> 100.000 Euros

10^6 ==> Millionen

10^9 ==> Milliarden

10^12 ==> Billionen

Ich hoffe, dass es der Orientierung für Leser helfen wird. Kleine Potenzen (z.B. 10^2, 10^3) sind bspw. monatliche Dinge wie Hartz4, oder mittelgroße Anschaffungen. Potenzen wie 4, 5, oder 6 können durchaus kleine Firmen sein, in Sand gesetzte Projekte, etc. Ab 10^8 reden wir über größere Unternehmungen, und es wird durchaus kriminell… Ab 10^10 wird es hochgradig politisch und makroökonomisch. So das war es ganz grob dazu – Manche Menschen interessieren sich besonders für bestimmte 10er-Potenzen-Themenfelder.

Der sovereign debt fraudster Griechenland hat diese Woche ganz schön den Euro in den Keller gezogen. Wir sind mittlerweile beim Greece/Germany Spread bei über 400 bp angelangt (d.h. die Differenz der Yields der 10-jährigen griechischen Staatsanleihe im Vergleich zur deutschen Staatsanleihe). Es ist vielleicht Zeit sich über Szenarien Gedanken zu machen.

Situation:

- Griechenland muss seine Staatsausgaben drosseln

- Griechenland fällt dies innenpolitisch sehr schwer (Siehe Riots, usw)

- Die anderen Euroländer wollen sich nicht erpressen lassen (d.h. Griechenland einen Bailout schenken).

- Die anderen Euroländer wollen den Euro nicht platzen lassen (d.h. Griechenland aus den Euro aussteigen lassen).

Euro vs Drachmen

- Griechenland wird mit dem Drachmen nur unter noch größeren Diskont sich Devisen beschaffen können (==> Spread würde richtig explodieren)

- Griechenland würde Gelddrucken (==> Hyperinflation, Alle Griechen verarmen)

- Mit Euros kann Griechenland sich nicht aus den Staatsschulden rausinflationieren.

==> Griechenland behält den Euro, weil es ein Eigeninteresse hat, aber nicht weil es die anderen Euroländer fiskalisch kratzen würde. Die Kaufkraft des Euros würde sich nicht ändern, nur weil Griechenland nicht seine Zinsen und Schulden tilgt.

Situation #2

- Kaum jemand will Griechenland Geld leihen

- Wenn jemand Griechenland Geld leiht, dann richtig teuer (Siehe Spreads)

- Griechenland wird das nicht bezahlen wollen

- Griechenland muss es aber bezahlen, um seine existierenden Schulden zu refinanzieren

- Darum will Griechenland einen niedrigeren Spread

==> Die Falle: Zu spät Griechenland!

Insolvenzfall #1 – Liquidation

- Kann sich ein Staat liquidieren? Jein!

- Nein, weil irgendetwas vom Staat übrig bleiben muss. Quasi das Backoffice…

- Ja, wenn es Assets hat. Sprich irgendetwas privatisieren kann.

Insolvenzfall #2 – Sanierung
Eine Staatspleite wird i.d.R. mit Hilfe des IMF als Kreditgeber abgewickelt. Das kann man mit dem Chapter 11 vergleichen.

- Griechenland muss einen Sanierungsplan für seinen Staatshaushalt vorlegen (unter Beratung des IMF)

- Der IMF vergibt quasi einen DIP-Loan an Griechenland, d.h. einen Sanierungskredit der am Sanierungsplan geknüpft ist und Super-Senior ist (==> Der drohende Super-Senior Status ist in diesem Fall mit ein Grund, warum Spreads auf die dann plötzlich untergeordneten Kredite anziehen).

- Griechenland ist dann zwar Debtor in Possession (DIP), aber wird sein “Possession” wie im Sanierungsplan angegeben privatisieren müssen bzw. einen Debt-for-Equity-Swap durchführen müssen (==> De Facto hat der DIP-Kredit-Geber das Sagen)

==> Innenpolitik: Die Griechen werden den IMF mehr hassen als Ihre Regierung.

==> Nachteil: Der IMF darf nicht Euroländer retten, weil sonst die ECB untergraben wird (Ist EU-Recht).

Insolvenzfall #3 – Bailout
Die anderen Euroländer räumen Griechenland eine üppige Kreditlinie ein mit schwammigen Bedingungen, wie unter Politikern üblich.

- Griechenland kann seine Neuverschuldung finanzieren, Zinsen tilgen und alte Schulden refinanzieren.

- Griechenland muss keine Einschnitte auf der Ausgabenseite vornehmen bzw. “so weiter machen wie bisher”

==> Innenpolitk: Die Bevölkerung wird “Konjunkturprogramme” fordern.

Fazit
Mit einer Sanierung a la IMF fährt Griechenland und die anderen Euroländer egentlich am besten. Die Griechen können alle Schlechtigkeiten auf den IMF zurückführen. Die Euroländer (die ja den IMF mitfinanzieren) brauchen sich auf keine innereuropäischen Blabla-Streitereien einlassen, die gar zu einer “anti-europäischen Stimmung” führen könnten. Problem ist, dass der IMF nicht Euroländer retten darf, weil dann die ECB ausgebootet wird, die darf aber widerum nach EU-Recht keine Extrawurst für einzelne Länder kochen ==> Ein Konstruktionsfehler des Euros?

Update #1 – Wie kann Berlin Griechenland helfen?
Per Überweisung sicherlich nicht. Aber angeenommen, was würde passieren, wie die BRD ankündigt (und es auch tatsächlich tut) und anstatt 60 Mrd (oder sonst wie viel) keine neuen Schulden aufnimmt, Nein, sogar noch mal ein paar Millarden vorzeitig tilgt? (Prepayment!) Dann werden sich einige Investoren nach neuen Anlagemöglichkeiten umsehen müssen, sodass dann auch Griechenland profitieren kann.
Aus einem anderen Blickwinkel kann man dem Monster-Spread von Griechenland auch etwas Gutes abgewinnen: Wird es anscheinend lukratkiver, renditereicher, risikoärmer wieder in Firmen zu investieren? Da floss im letzten Jahr trotz des ganzen Geschwafel über Kreditklemmen ziemlich viel über Schuldscheine rein.

So selber Schuld CDU/CSU/FDP. Wir haben alle gehofft, dass nun Politiker in die Regierung kommen, die elementare Grundrechenarten, wie Addition und Subtraktion, können. Mehr muss man im Rechnungswesen bzw. der Haushaltsführung nicht können. Aber irgendwie war das wohl nur so eine Hoffnung – Desperado!

Habe noch eine hübsche Homepage gefunden, wo eigentlich die meisten Infos zur Staatsverschuldung kurz und knapp angesprochen werden: http://www.staatsverschuldung.de

Die Vw/Porsche-Geschichte hat endlich ein Ende gefunden. Der Porsche-Clan hat quasi 100% Porsche in ungefähr 50% Porsche+Volkswagen getauscht. So dumm ist das Ergebnis ja garnicht. Dumm war lediglich der 130/200 Call-Put-Spread über den sich die halbe Börsenwelt aufregte (z.b. Publikumsfonds) und an den einige Marktteilnehmer sich richtig die Finger verbrannten (z.b. Merkle). Das war massive Desinformation und massive Transaktionskosten von denen Wiedeking/Härtler glaubten sie wären nicht da. Ich frage mich ob es nicht schlauer/billiger gewesen wäre wenn Porsche ihre einstigen Barmittelbestände den Porsche/Piech-Clan ausgeschüttet hätte und die sich dann direkt, nach und nach, VW-Stamm gekauft hätten. Als Transaktionskosten wären stattdessen vor allem Steuern angefallen, über Österreich eine andere Geschichte gewesen wäre. Ist aber auch egal.

Die Bundesbank hat die Rente mit 69 ins Rennen geworfen – Als reines fiktives Gedankenspiel natürlich. Die Zahl ist doch aus Marketing-Sicht doch garnicht schlimm. Bis 69.99 ist doch noch Platz! Schlimmer würde sich doch eine Zahl 7x.xx anhören.

Ich habe heute morgen ein bisschen auf dem Statistical Data Warehouse der European Central Bank herumgestöbert, und mal zwei Diagramme kopiert. Da es sich um Jahresdaten handelt, sind nachfolgende Zahlenzauberereien mit Vorsicht zu genießen. Und nebenbei unterstelle ich hier mal dass mindestens 1 Zeitreihe nicht stochastisch ist – Raten Sie mal welche?

Das obere Diagramm enthält die Wirtschaftsleistung in Millionen Euros (10^6), also nominelles BIP! In der unteren Grafik sind die Schulden sind in Millarden Euros angeben (10^9).

Wenn ich mir mal das Schuldendiagramm angucken, muss ich feststellen, … ohh ist mir das peinlich … dass eine zuvor hier im Blog genannte Aussage zurücknehmen muss, wo ich behauptete, dass die BRD einmal in ihrer Geschichte Schulden getilgt hätte – Das ist falsch! Die BRD hat bisher noch NIE Schulden getilgt. Aber mit einer Neuverschuldung von gerade mal 6 bis 7 Mrd in 2000 war die BRD schon ziemlich nah dran.

Germany - Gross domestic product at market price - Current prices - ECU/euro - No adjustment

Germany - Gross domestic product at market price - Current prices - ECU/euro - No adjustment

FR. Germany - General government consolidated gross debt :- Excessive deficit procedure (based on ESA 1995) - Mrd ECU/EUR - AMECO data class: Data at current prices

FR. Germany - General government consolidated gross debt :- Excessive deficit procedure (based on ESA 1995) - Mrd ECU/EUR - AMECO data class: Data at current prices

Eine andere Sache müsste eigentlich jedem Betrachter auffallen: Die beiden Kurven sehen ziemlich ähnlich aus! Also wenn ich die Logarithmierten der Differenzen je Zeitreihe ausrechne, und die Korrelation beider ermitteln, kommt rho=0.7528 herraus. Aber wie gesagt es sind nur 17 Datenpunkte hier.

Ok, wenn ich jetzt schon mies herumrechnen, dann kommt noch ein bisschen Kointegration a la Engle/Granger, 1987, aber ohne stationär und seriös, sondern nur mit 18 Datenpunkte von 1991 bis 2008, und nur mit OLS.

z_t = \log(debt_t) - \alpha - \beta \cdot \log(gdp_t)

Für Alpha kommt -1.0624e+006 herraus was hin kommt. Für das Beta kommt 1.1152 herraus!!! Oh ho ho, das ist ganz nah bei 1. Nun schauen wir uns mal z_t an, was ja eigentlich stochastisch sein sollte (wenn genug Datenpunkte da wären). Schön, z_t schwankt schonmal um die 0, was so ein Hinweis ist, dass die Trends in log(debt_t) und log(gdp_t) sich wohl gegenseitig herrausgekürzt haben. Von den großen z_t-Werten darf man sich nicht abschrecken lassen, weil die immer noch wesentlich kleiner als das Alpha Niveau sind: Der Unterschied zwischen 10^4 vs 10^06 passt schon. Wenn im Diagramm z_t in minus geht, dann war der (positive) Trend des nom. BIP positiver als der Schuldenstand, z.B. vor der Rezession 1994, vor dem Platzen der DotCom-Blase, oder auch vor unserer aktuellen Rezession. Wenn z_t im positiven Bereich geht, dann war der (positive) Trend im Schuldstand positiver als der des nom. BIP, z.B. die Aufschwungphasen ab 1996, und ab 2003.

z_t

z_t

Aber was ist denn nun daran so schlimm? Erstens, eine starke positive Korrelation der Änderungsraten, wie phi=+3/4, heißt eigentlich nur, dass jedes mal wenn die nominelle Wirtschaftsleistung wuchs (inkl. Inflation, Geldschöpfung, & Co.) auch die Staatsschulden wuchsen. Zweitens, dem Ökonometriker wird aufgefallen sein, dass z_t eine Autokorrelation, im Intervall von Jahren, drin hat. Ergo nix mit stationär. Dieses Mean Reversion sind natürlich die Konjunkturzyklen, was denn sonst! Wenn die beiden Zeitreihen (gepfuscht mit Mean Reversion) kointegriert sind und dann auch noch so ein Beta von fast perfekten 1 rauskommt, dann ist so ein Bla Bla “…wir bauen unsere Schulden in guten Zeiten wieder ab, wenn wir uns in schlechten Zeiten verschulden…” einfach nur Bla Bla, aber nicht die Wirklichkeit.

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Update:
Noch ein kleiner Nachschlag zu dem Mean Reversion bzw. der Konjunkturzyklus-Hypothese. Wenn es nach dem z_t Residuum ginge, gab es 1996 bis 2000, und 2003 bis 2006 Aufschwungphasen. Beachtlich ist aber dass bereits 98/99 und 2005, quasi ein bis zwei Jährchen vor dem öffentlichen wahrgenommenen und auch offiziellen Beginn des Abschwung, der Schuldenstand-Trend den nom.BIP-Trend einholt! Im Grunde genommen ist, inbesondere in der Politik geführte Haushaltsdebatten a la “…die NEUverschuldung ist gesunken, darum lasst uns wieder MEHR NEUverschulden…” (Stichwort: Sozialromatik, Parteien-PR), die unter anderem mit “…die Lebenshaltungskosten des kleinen Mannes sind doch soo stark gestiegen…” (Stichwort: Demand > Supply) begründet werden, ein ziemlich guter (weicher) Leading Indikator für Rezessionen. Aber bitte hier nichts durcheinander konstruieren! Die Reaktion der Politik auf steigende Preisniveaus aufgrund eines “Demand>Supply” sind eine Folge eines Aufschwungs, aber nicht zweingend die Ursache eines Abschwungs.
Ich möchte hier garnicht, die Parteien und ihre spezifischen Interessen/Programmen zerpflücken, aber der Denkfehler liegt im Wort NEUverschuldung – Ein Sinken der Neuverschuldung ist nicht (ISNOT) dasselbe wie Schuldtilgung, wie es beispielsweise das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StabG) seit 1967/1975 im eigentlichen Sinne impliziert. Wenn sich aber diese zyklische Inkonsistenz in der Haushaltspolitik fortsetzt, bleibe ich dabei, dass dieser Wankelmut der Politik ein tauglicher weicher Rezessionsindikator bleibt.

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Update2:
Ich habe natürlich die Datenpunkte von einschließlich 1991 bis 2008 benutzt.

Interessant ist natürlich dass der Schuldenstand für 2009 bei 1752,659 Mrd. schon liegt, im Gegensatz zu 1641,844 Mrd in 2008. Das sind schonmal rund 100 Mrd und ein paar Zerquetschte mehr wie vorher. In der Angabe für 2010 in Höhe von 1895,415 Mrd. sind höchstwahrscheinlich (weiß ich jetzt nicht so genau) noch mal 160 Mrd drin, dessen Emissionserlöse die BRD “irgendwen” bereits fest zu gesagt hat, also das was die Bundesbank/EZB irgendwenn noch verkaufen muss im Laufe von 2009/2010. Meine Güte das ist echt noch eine Menge Holz, was noch unter die Leute gebracht werden muss.

Nehmen wir einfach mal die zu erwartenden Euro 300 Mrd. die irgendwo in den deutschen Staatshaushalten akkumuliert werden. Nun steigt der Druck auf die Zentralbank ihre Zinsen schön niedrig zu halten – Ob das für Volkswirtschaft Sinn macht wird dann zurecht geredet. Es wird irgenwann der Kater kommen, wenn die Zentralbanken wieder die Zinsen anheben wird, die Refinanzierung existierender Staatsschulden teurer werden, und schwupps werden konservativ Euro 10 bis 15 Mrd. der Steuertaler für Zinsen abgedrückt – Und nicht für Transferzahlungen der staatlichen Versicherungen, tollen Infrastrukturprojekten bzw. dessen Instandsetzung, oder sonst was.

Die Ausreden, dass die BRD tatsächlich Schulden tilgt, das ist so Wunschdenken, was beispielsweise Prof. Sinn und andere supi “Experten” unterschwellig über die TV-Mattscheibe kommunizieren. Fakt ist, dass die BRD nur 1 einziges mal in seiner Geschichte Schulden tilgte, und zwar in dem Jahr 2000, wo ca. Euro 50 Mrd. durch den Verkauf von UMTS-Lizenzen erzielt wurden – Unter’m Strich waren das aber auch nur Peanuts im Vergeich zur üblichen Neuverschuldung.

Es ist ja kein Geheimnis welche dynamischen Systemrelationen die staatlichen Versicherungssystem der BRD haben, aber rechnet die Politiker-Kaste damit? Die Politiker-Kaste regt sich über komplexe Verflechtungen der Finanzbranche auf, aber raffen die Zusammenhänge ihrer eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht. Ich muss micht ernsthaft fragen ob es Inkomptenz oder Absicht der Politiker-Kaste ist. Beides disqualifiziert zumindestens für den Job die Exeuktive eines Staates zu übernehmen.

Das Problem der deutschen Staatsschuldenspirale ist so erbrechend simpel, dass ich mich nur noch darüber aufregen kann. Die deutsche Politiker-Kaste inklusive ihre habilitierten und promovierten und vor allem gekauften “Experten”, rechnen mit Kreditlinie, tanzen den Dispo-Fox, kaufen auf Pump… und leider seit Gründung der BRD, was aber keine Legitimation für Scheiß-Finanzplanung ist … Und was passiert, wenn man kurzfristige Finanzierungsdenke langfristige Vorhaben finanziert? Was passiert wenn man nicht zumindestens versucht die schwarze Null zu erreichen?… Das ist führt zu einer simplen Schuldenspirale, aber Staatsschuldenspirale ist ein bisscher träger als Privatschuldenspiralen, nur mit dem Unterschied dass die Konsequenzen wesentlich weitreichender sind…

Das letzte woran ich glaube sind Lippenbekenntnisse von Politikern. Ich messe die Politiker-Kaste an den Fakten die sie schafft. Und ich muss jetzt mal kotzen gehen…

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