10^9


Es ist schon komisch, dass die IKB beim Goldman-Prozess um das SPV Abacus in der Opfer-Rolle gekleidet daherkommt, aber in einem bald anlaufenden Prozess wegen dem SPV Rhinebridge auf der Anklagebank sitzen wird (IKB kommt nicht an US-Prozess vorbei).

Beim Goldman-Prozess muss die IKB den Anschein erwecken zu doof gewesen zu sein, den Abacus Prospekt gerafft zu haben. Und auch beim IKB/Rhinebridge Prozess muss die IKB zeigen, dass sie bei der Initierung von Rhinebridge keinen blasen Schimmer hatten was die Assets betrifft (Also garnicht wissen konnten, dass sie da Scheiße reinladen). Es ist irgendwie widersprüchlich wenn man je nach Konstallation mal die Rolle des Investors, dann des Portfoliomanager und dann wieder des Arrangeurs/Initiator spielen kann, und dann später behauptet man sei eigentlich zu doof dafür gewesen (Also nicht ein “sophisticated investor” waren).

Das Beste was der IKB (also heuten den deutschen Steuerzahler) passieren kann ist, dass beim Goldman-Prozess rauskommt, dass bei der IKB nur inkompetente Säcke im ABS-Team gearbeitet haben. Im Worst Case kommt da noch eine Rechnung hinterher…

Hallo! Ich habe jetzt eine neue Kategorien-Systematik für diesen Blog eingeführt (Mal gucken ob ich es für die älteren Beiträge nachtrage… glaube eher nicht).

In Zukunft werden alle Blogeinträge in denen es um Geld geht mit der entsprechenden Größenordnung 10^x versehen, z.B.

10^3 ==> 1000 Euros

10^5 ==> 100.000 Euros

10^6 ==> Millionen

10^9 ==> Milliarden

10^12 ==> Billionen

Ich hoffe, dass es der Orientierung für Leser helfen wird. Kleine Potenzen (z.B. 10^2, 10^3) sind bspw. monatliche Dinge wie Hartz4, oder mittelgroße Anschaffungen. Potenzen wie 4, 5, oder 6 können durchaus kleine Firmen sein, in Sand gesetzte Projekte, etc. Ab 10^8 reden wir über größere Unternehmungen, und es wird durchaus kriminell… Ab 10^10 wird es hochgradig politisch und makroökonomisch. So das war es ganz grob dazu – Manche Menschen interessieren sich besonders für bestimmte 10er-Potenzen-Themenfelder.

Wer kontrolliert eigentlich die Krankenkassen? Ich weiß es nicht. Anscheinend niemand. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum die operativen Kosten der Kassen in keinem Verhältnis zu den eigentlichen Ausgaben für Krankenkassenleistungen stehen.

Das absurdeste sind für mich die Kosten für Vertrieb/operatives Marketing. Da werden Luftballons verteilt, Werbung geschaltet, etc. Dafür werden Leute eingestellt, die man nicht braucht (=ABM). Das sind die überflüssigen Mehrkosten des geforderten “mehr Wettbewerb”.

Qualitätsmanagement ist noch so ein Ding, was nichts weiter als Bürokratie in neuer Verpackung ist. Hat sich einer bei den Krankenkassen überlegt welche Sinn die gesammelten Informationen haben. Ich bezweifel es. Also wird alles aufgezeichnet, sehr teuer ist.

Wir brauchen uns nichts vormachen. Die Krankenkassen kassieren nun ab, weil sie unwillig ihre Verwaltungen effizienter zu machen, deswegen viele überflüssige Angestellte akkumuliert hat, und lieber sich neue Scheinaufgaben ausdenkt um sich selbst zu beschäftigen. Danke dass ihr meine Beiträge verjubelt, ganz schlechtes strategisches Marketing.

Ein kleines Fundstück mit den schlimmsten Finanzverbrechern dieses Jahrzehnts von Geraint Anderson (The top 10 financial rogues of the Noughties)

10) Dennis Kowalski (Tyco; Industrie; Veruntreuung) currently serving 8 to 24 years in a New York prison mainly as a result of receiving $81m in purportedly unauthorized bonuses whilst he was CEO of US conglomerate Tyco. He admitted at his trial that his $100m annual pay package was ‘almost embarrassingly big.’ This fat, bald fraudster became a poster boy for early noughties excess after it emerged that he’d spent $6000 on a shower curtain!

9) Elliot Spitzer (Politik; Gefallener Moralapostel) this former New York state attorney became the scourge of bankers as a result of his attempts to clean up Wall Street in the early noughties. However, his Mr Clean image was tarnished irreparably in 2008 after he was exposed as a regular customer of a prostitute ring. Gets a place for sheer hypocrisy.

8. Adam Applegarth (Northern Rock; Bank; Größenwahnsinn) Mr Applegarth’s reckless risk-taking resulted in the first run on a British bank (Northern Rock) for over a century and played a significant role in worsening Britain’s credit crunch. He’s more of a dullard than a crook but any sympathy may be offset by the over £1m payoff he received after his fall.

7) Conrad Black (Hollinger International; Medien; Veruuntreung) Baron Black of Crosshabour was once the third biggest newspaper magnate in the world. He was convicted of diverting funds for personal benefit from his company Hollinger International and is now serving a 6½ year sentence. He and his wife Amiel’s extraordinary notorious extravagance were neatly summed up by an infamous picture of them dressed as Cardinal Richelieu and Marie Antoinette.

6) Bernie Ebbers (Worldcom; Telekommunikation; Bilanzbetrug) this bearded, born-again Christian ex-bouncer was a good old boy who built up a telecoms company worth $180bn. He turned many of the locals from his town of Brookhaven, Mississippi into millionaires but when the tech boom fizzled out he decided to cook the books and got his company into a right stew. Worldcom went bankrupt and Bernie’s doing 25 years.

5) Fred ‘The Shred’ Goodwin (Royal Bank of Scotland; Bank; Größenwahnsinn) Sir Frederick Goodwin is one of the least popular bankers around … and that’s really saying something! His extraordinary mismanagement of Royal Bank of Scotland was only rivalled by his willingness to sack employees and his seemingly boundless megalomania. After his bank was nationalized Goodwin cemented his bogeyman status by accepting a £700K annual pension.

4) Jerome Kerviel (Societe Generale; Eigenhandel; Fehlspekulation) This geeky 32 year old rogue trader almost destroyed one of France’s major banks, Societe Generale, after he allegedly lost €4.9bn in early 2008 (over six times our own Nick Leeson’s efforts of 1995.) Ironically, this ex-banker has become something of a hero to anti-capitalist French groups.

3) Jeffrey Skilling/Andy Fastow (Enron; Energy; Bilanzbetrug) – these two crazy guys created the house of cards that was Enron. Through accounting trickery they pretended Enron made profits when in fact it was a heavily-indebted illusion that fell apart in 2001. They are serving 24 and 6 years respectively though their boss, Ken Lay, died before his sentencing.

2) Dick Fuld (Lehman Brothers; Bank; Größenwahnsinn) – this pit-bull of a man oversaw the destruction of Lehman Brothers and, in so doing, ensured that the world entered the worst financial crisis since The Great Depression. His unwillingness to listen to others, bombastic manner (he once publically declared he’d eat the still beating heart of hedge fund managers that dared short his stock!) and sheer bloody mindedness are legendary.

1) Bernie Madoff (Bernard L. Madoff Investment Securities LLC; Vermögensverwaltung; Schnellballsystem) – A late entrant, but without doubt the king of the crop! The renowned investor Warren Buffet famously said ‘you only find out who’s swimming naked when the tide goes out’ and that is exactly what happened to Bernie as the financial crisis took hold. His Ponzi scheme may have cost investors $65bn and is now officially the biggest ever fraud. In June 2009 this former pillar of New York society was sentenced to 150 years in prison.

Ich lasse das mal so stehen. Man kann sicherlich noch einige weitere aufzählen oder eine Country-List “Germany” aufmachen. Naja, schon allein unsere Pleite-Landesbanken würde einige Plätze in der Top-10-Germany-Liste einnehmen. Vielleicht sollte man das dann in “Millionenbeträge” und “Millardenbeträge” aufteilen… (in Bearbeitung)

ACHTUNG: DIESER BEITRAG WIRD AB HIER LAUFEND AKTUALISIERT!!!

Germany: x-Millarden

1. Georg Funke, Reinhard Grzesik (Hypo Real Estate; Veruntreuung; ca. Euro 200 Mrd) Die Hypo Real Estate wurde 2002/03 sozusagen als “Bad Bank”der Hypovereinsbank ausgegliedert. Dennoch vollbrachte es Funke 2007 auch noch, die nun irische, Depfa zu kaufen, und diese nicht von den deutschen Finanzaufsichten (Bafin, Bundesbank) prüfen zu lassen. Die hätten nämlich herausgefunden dass das Zinsstrukturkurvensurfen der Depfa gegen die DerivateV und SolvV verstösst. Versenken via Corporate Strategy vom Feinsten. Achso, Reinhard Grzesik war Finanzvorstand der Depfa bis Mitte 2007 und wechselte dann zur IKB …

2. Hans Berger, Dirk Jens Nonnenmacher (HSH Nordbank; Veruntreuung, ca. Euro 100 Mrd),

3. Stefan Jentzsch (Alllianz/Dresdner Bank; Veruntreuung; ca. 40 Mrd.) Hätte die Allianz nicht die Dresdner an die Commerzbank vertickt, hätte die Allianz-Tochter Dresdner Bank laut Hören-Sagen zum 31.12.08 ein negatives Eigenkapital von rund 40 Mrd ausgewiesen. Dresdner Kleinwort aus London lässt grüßen! Tja dann wäre es knapp um die Versicherungsprodukte der Allianz geworden, und das Geschrei groß. Es ist eine PR/politische Meisterleistung, dass das ganze schlechte Image die Commerzbank abbekam, was dann auch wohl der Deal zwischen München, Frankfurt und Berlin war.

4. Herbert Süß, Stefan Leusder (Sachsen LB; Veruntreuung; ca. 30 Mrd.) haben über die hauseigenen irischen Zweckgesellschaften Ormond Quay und Georges Quay rund 30 Mrd. versenkt. Diese Belastung wurde über das übliche Gekungel in Soffin und in die LBBW reingeladen.

5. Stefan Ortseifen, Markus Guthoff, Frank Braunsfeld, Volker Doberanzke (IKB; Börsenmanipulation und Veruntreuung; ca 20 Mrd) Ortseifen hat sich zum einem selbstbereichert indem er die Spesenabrechnung zu großzügig für sich auslegte – Hat sich für ein paar Millionen seine Vorstandsvilla ausbauen lassen. Andererseits hat sich Ortsseifen durch falsche Ad-Hoc Mitteilungen gegen das WpHG und AktienG strafbar gemacht, im Zusammenhang mit Versenken der IKB. Der IKB-Vorstand wollte via ihren irischen IKB Zweckgesellschaften Rhineland Funding Capital, Rhinebridge und Havenrock am Großen Rad der Subprime-ABS drehen, was in die Hose ging. Mitte 2007 übernahm dann der Depfa-Hütchenspieler Reinhard Grzesik das Ruder bei den Pleite-Conduits.

6. Wendelin Wiedeking und Holger Härter (Porsche; Verdacht auf Insiderhandel und Kursmanipulation mit Schaden von ca. 10 Mrd; Verdacht auf Selbsbereicherung ca. über 100 Mio). Über die Buchgewinne aus den Derivategeschäfte mit VW-Aktien gekoppelt mit M&A-Pläne und falscher Informationspolitik, haben die Ex-Porsche-Vorstände sich super-dupi “Performance-Vergütung” von geschätzten ca. über 100 Mio abzgl des Autogeschäfts einverleibt. Klar lief das Geschäft mit den Autos auch toll, aber nicht so toll wie mit – dem per “fachlicher” Definition – Insiderhandel bzw. “großzügiger Auslegung von Informationspflichten” (Disclaimer: Ob die “rechtliche” Definition hier auch zutrifft muss noch das Gericht herausfinden). Der Schaden für Marktteilnehmer auf VW-Aktien beläuft sich auf ca. 10 Mrd.
- Krach um Wiedekings Gehalt (Stuttgarter Zeitung, 29. Mai 2009)
- US-Milliardenklage lässt Porsche-Aktie absacken (FTD, 25 Jan 2010)

7. Werner Schmidt (Bayern LB; Verdacht Insider-Handel und Veruuntreung; Schaden ca. 3,7 Mrd). Wegen des Kaufs der österreichischen Group Alpe Adria zieht die Staatsanwaltschaft die Schlinge zunehmend fester zusammen:
- Ermittlung gegen ex Vorstandschef der Bayern LB (Finanznews, 25. Okt 2009)
- Staatsanwälte weiten Ermittlungen aus (Manager Magazin, 13 Jan 2010)

8. Friedhelm Breuers (West LB), Rogue Trading, ca. Euro 600 Mio verspekuliert.

9. Helmut Kiener (Verdacht auf Veruuntreung; Scaden ca. USD 400 Mio). Ist quasi der Deutsche Madoff, aber mit einem noch ausgeklügelteren Schneeballsystem. Man muss “groß bescheißen”. Darüber kann Herr Kiener bestimmt ein Buch im Knast schreiben und dann die Filmrechte verticken…
- Wie das System Kiener funktionierte (Handelsblatt, 29 Okt 2009)
- Homepage von Helmut Kiener / K1 Hedge Fund
- K1 Hedge Fund Manager Helmut Kiener Held Under Arrest (Bloomberg, 29 Okt 2009)
- Today In Handcuffs: Helmut Kiener Come On Down! (Dealbreaker, 29 Okt 2009)
- Liechtenstein Minister Was Director at Sales Arm of Kiener’s K1 (Bloomberg, 1 Dez 2009)
- JPMorgan, BNP Paribas Sue K1 Invest, Alleging Fraud (Bloomberg, 24 Dez 2009)

10. Heinrich v. Pierer (Siemens), Bestechung bzw. “Schwarze Kassen” bzw. “Schmiergeldaffäre”, über Euro 420 Millionen

11. Middelhoff (Arcandor/Esch-Fonds; Veruuntreung; ca. 20 Mio)

Background: Bilanzbetrug von Enron
Das Economic Cow Model sagt eigentlich alles was Enron, Jeffrey Skilling und Andy Fastow, gemacht haben:

Enron Venture Capitalism
You have two cows. You sell three of them to your publicly listed company, using letters of credit opened by your brother-in-law at the bank, then execute a debt/equity swap with an associated general offer so that you get all four cows back, with a tax exemption for five cows. The milk rights of the six cows are transferred via an intermediary to a Cayman Island Company secretly owned by the majority shareholder who sells the rights to all seven cows back to your listed company. The annual report says the company owns eight cows, with an option on one more. You sell one cow to buy a new president of the United States, leaving you with nine cows. No balance sheet provided with the release. The public then buys your bull.

Background: Zinsstrukturrisko
Eigentlich weiß es jeder, der jemals an der Oberfläche der Bankelehre gekratzt hat: Mit Kurz Lang finanzieren ist gefährlich. Leider haben es doch ein paar bankenvorstände (HRE, IKB) wohl vergessen. Das ist so als ob ein Handwerker vergisst womit man einen Nagel in die Wand haut. Es steht sogar in diversen Verordnungen drin, z.B. Solvenzverordnung § 316 Abs 3 und Derivateverordnung § 12 Abs 3,

Zinsstrukturrisiken entstehen durch die nicht gleichförmige Entwicklung kurzfristiger und langfristiger Zinssätze. Bei der Bestimmung der Zinsstrukturrisiken ist eine dem Umfang und der Struktur des Geschäfts des Instituts angemessene Anzahl und Verteilung von zeitmäßig bestimmten Zinsrisikozonen zu unterscheiden. Die Anzahl der Zinsrisikozonen muss in den entwickelten Märkten mindestens sechs betragen. Spreadrisiken im Sinne der nicht gleichförmigen Entwicklung der Zinssätze verschiedener Klassen von auf die gleiche Währung lautenden zinsbezogenen Finanzinstrumenten sind ebenfalls in angemessener Weise zu berücksichtigen, unabhängig von der Zuordnung zum allgemeinen oder besonderen Kursrisiko.

Aus für Atomausstieg – Bundesregierung will Uraltmeiler am Netz lassen

Sollte die aktuelle Bunderegierung die Laufzeiten dieser veralteten Kernkraftwerke verlängern, und eines geht davon hoch, werde ich jeden einzelnen Minister und die der Sache betreffenden Staatssekretäre der aktuellen Regierung verklagen. Natürlich schließt dies auch die Vorstände der Firma ein die aktuell im Besitz die betreffenden Kernkraftwerk sind. Der Betreff der Klage ist natürlich 1-zu-1 am Ausmaß eines Unfalls gekoppelt, d.h. alles möglich von Körperverletzung bis Völkermord.

(Sicherlich ist die Schlagwortliste offensichtlich nicht komplett)

Am 09 März 2009 sagte Deutsche Bank CEO Ackermann im Handelsblatt

“…Der Chef der Deutschen Bank steht in Deutschland außerdem extrem stark unter Beobachtung und oft im Kreuzfeuer der Kritik, weil er in gewissem Sinne hier auch eine politische Rolle spielt…”

So eine der “Beobachter” ist der Staatssender ARD, der in der Sendung plusminus den Beitrag “Good Bank. Rendite für Mensch und Natur?” (Video) ausstrahlte. Es geht um die Finanzierung des Bergbauunternehmens Vedanta Ressources (VED:LN) von Anil Agarwal. Vedanta agiert am Standort Niyamgiri (Indien) nicht gerade vorbildlich, was nicht so schön für die Einwohner Dongria Kondh ist. So wurden Agarwals Firmen, inkl. Vedanta Plc, am 09 November 2007 auf Empfehlung der Ethik-Kommission (Siehe die Begründung vom 15 März 2007) des US$ 300 Mrd. schweren norwegischen Pensionsfonds aus diesem rausgestrichen. Daher fragte sich plusminus auch ketzerisch warum die Deutsche Bank trotz ihrer Umwelt-, Nachhaltigkeits-, usw Bekenntnisse im Jahr 2008 noch eine Euro 1,5 Mrd. Anleihenemission für Vedanta durchzog. Abgesehen davon, dass ich mir garnicht die tollen Zukunftsinvestitionen der BRD in Form von Entwicklungshilfe und Verteidigungsbudget hinterfragen möchte, geht wohl dieser Treffer in diesem unendlichen Boxkampf zwischen “Politik-vs-DeutscheBankChef” an die Politik…

Den Deutschland-Fonds kann ich nur noch verteufeln. Es hat eine Strategieoption erschaffen die es ermöglicht eine Firma zu überschulden und dann das Problem beim Staat abzuladen.
Beispiel ARCANDOR, auch als Karstadt bekannt. Es hat einfach unter CEO Middelhoff mittelmäßige Finanzierungs- und Investitionsgeschäfte gemacht und dabei den Kern jeder Unternehmung vergessen die Operative, die gerade im Handel im harten Wettbewerb bestehen muss.
Im Handel ist jeder Wettbewerber vor allem eines: Ersetzbar.

Ich finde es nur zu putzig wie Arbeitnehmer und Gewerkschaften sich instrumentalisieren lassen, sodaß schlechte Manager-Söldner, blinde Eigentümer und Gläubiger im Hintergrund auch in Zukunft den Staat über den Tisch ziehen können. Natürlich denkt jeder Arbeitnehmer nur an seine eigene Tasche – Kann ich nicht verübeln (würde auch protestieren obwohl ich weiß dass es Schwachsinn ist)

Eine der großen Lehren der letzten Jahrzehnte ist, dass der kleine Bürger so dick in seinem Sozialstaat-Wunderland eingepackt ist, dass Risiko etwas weit entferntes sein muss, was unnötig und asozial sei. Nein liebe Traumländer ihr habt keinen Schimmer woher eurer Wohlstand, Einkommen und auch unsere soziale Sicherheitsysteme kommen. So mutiert eine Wirtschaft zum Nullsummenspiel als “Survival of the Fatest”.

Die Insolvenz einer überfressenen Kolloss erlaubt eine Fragmentierung einer Branche die erst in ihrer Neuentstehung und Wettbewerb neue bessere Angebote kreieren kann, die dann auch den Lebensstandard zu erhöhen vermögen.

Und “systemisch” ist ARCANDOR schon mal garnicht. Eine Insolvenz wäre volkswirtschaftlich nicht erwähneswert und auch regionalökonomisch nur eine sehr kurzfristige Beule.

Jede Wette die Allianz greift zu.
1. Bunds sind noch immer die beste unter den wechselkursrisikoarmen Alternativen.
2. Die Allianz hat das nötige Kleingeld nachdem sie rechtzeitig ihre Bad-Hedge-Fonds als Dresdner verpackt an die Commerzbank verschacherten.
3. Einmal Staatschulden gemacht, bleibt das so, und schon verspricht die zukünftige Staats-Refinanzierung wieder höhere Kupons(=Steuergeld) und viel Platz für noch mehr Versicherungsangebote.

Aber einen Dämpfer gibt es schon. Der Emittent, der Staat, also Du & Ich, kann nicht nicht unendlich viele Gläubiger finden. Bei diesen Monsterpakten werden irgendwann die Vorstellungen über die Konditionen auseinander driften …

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