Super funktioniert wieder
http://www.scroogle.org/cgi-bin/scraper.htm
15. Mai 2010
5. März 2010
Ich mache es mal kurz. Die Stichprobenartigen Frage zur CEBIT “Wie läuft es?” ergab: Ganz gut.
Nachdem 2009 so eine Art Katastrophe war, scheint 2010 wieder ein normales Jahr zu werden.
5. Februar 2010
So richte hier einen Countdown ein. Es kann am Ende gut, aber auch böse ausgehen – für die Volkswirtschaft, insb. in Europa hinsichtlich der Intensität, und hinsichtlich des Volumens für Nordamerika.
Lesehinweis: One Bite at a Time
“The Elephant is Large”
4. November 2009
Der Anbieter von Bibliothekssoftware SirsiDynix (Huntsville, Alabama, USA) hat in einem Schreiben “Integrated Library Systems Platform on Open Source” an seine Kunde Stellung zu Open Source genommen.
Die Aussage von SirsiDynix ist lediglich, dass Open-Source voll schlecht sei, insbesondere für “Integrated Library Systems”. Im Dokument arbeitet SirsiDynix, die folgenden Punkte ab, um zu sagen, dass Open Source da immer schlecht sei: Total cost of ownership (TCO), Opportunity costs, Software as a Service (SaaS), Features and Functions, Customization, Security, Networking, Open Formats, Necessary expertise, Testing, Integration, Community-driven, Scalability, Speed, Reliability.
31. Oktober 2009
Laut einer Studie soll “Crushing Virtual Cigarettes Reduces Tobacco Addiction and Treatment Discontinuation“. Also wenn man in einer virtuellen Realität (Computerspiel) seine Kippe virtuell ausdrückt oder wegwirft, dann soll dies “signifikant” über der Zeit (also bei vielen, nicht allen Leuten) wünschenswerte Auswirkungen auf
- die Nikotinabhängigkeit,
- die Abstinenzrate, und
- das “bei der Stange bleiben” im Aufhörprogramm,
haben.
Es verdeutlicht den (wie jeder weiß) sehr großen Anteil der psychischen Abhängigkeit beim Rauchen (im Gegensatz zu anderen Drogen wie Heroin, Crack, Alkohol, etc.).
Spielehersteller könnten extra für (in Wirklichkeit) rauchende Zocker eine Kippe-Wegwerf-Tastenkombination einführen, den man unter Einstellungen aktivieren kann. Natürlich macht das als Standardeinstellung weniger Sinn, weil vielleicht (in Wirklichkeit) nicht-rauchende Zocker sich so ans virtuelle Rauchen gewöhnen könnten, dass sie dann in Wirklichkeit mal zugreifen (Spätenstens wenn die Tabak-Lobby das auch toll findet: ACHTUNG!).
Sowas würde der Spielebranche ganz bestimmt ein paar Ethik-Bonus-Punkte in der öffentlichen Meinung einbringen. Die Spielehersteller könnten auch direkt mit Krankenkassen so ein Bonus-Programm auflegen für rauchen-aufhörwillige Zocker. Desweiteren sind nicht-rauchende Zocker besser für die Spielebranche, weil die Kunden dann vielleicht den einen oder anderen Euro mehr übrig haben, um sich Spiele zu kaufen…
31. Oktober 2009
Journal Watch (High-Tech Trash) gibt zwei Hinweise:
- Ogunseitan u a (2009), The Electronics Revolution: From E-Wonderland to E-Wasteland
- Robinson (2009), E-waste: An assessment of global production and environmental impacts
Es kommen da ganz tolle Schlussfolgerungen in Ogunseitan u a (2009) heraus:
we need our future engineers to understand that whatever they put together will eventually have to be taken apart.
They must also understand social, ecological, and public health consequences of their inventions.
Manufacturers must adopt a cradle-to-cradle stewardship model for their products.
aber bleiben wir mal pragmatisch: “What the customer wants!” und billig soll es sein. Genau so werden dann Hersteller auch entscheiden, wenn sie über ihre Bill of Material gucken und die Projektbudgets festlegen. Da helfen dann auch keine Ingenieure die auf Design for Environment (Umweltgerechte Gestaltung) achten.
Interessanter ist Robinson (2009) der einen Überblick liefert, was für Reststoffe so beim Elektronikschrott anfallen, und welche Probleme beim Recycling auftreten.
30. Oktober 2009
Habe ich schonmal erwähnt, dass der Physics arXiv Blog vom Technology Review eine der wenigen RSS-Feeds ist, den ich auf mein Handy abrufe!
Es ist schon einige Wochen her (09 Oktober 09): Der Blogeintrag Heat Diode Paves the Way For Thermal Computing stellt das Paper An oxide thermal rectifier (pdf) vor, was ich für eine sehr interessante Sache halte.
Die Idee ist, dass ein Halbleiter nicht mit Elektrizität betrieben wird, sondern mit Wärme. Man kann dann {0,1} nicht auf Basis elektrischer Halbleiter, sondern halt mit Wärme machen. Berechnungen mit (Ab-)wärme durchführen ist genial. Die beiden japanischen Forscher verwenden als Halbleitermaterial LaCoO3 (Lanthan Kobalt Oxid, LCO) und La0.7Sr0.3CoO3 (Lanthan Strontium Kobalt Oxid, LSCO).
Ich zitiere mal:
But Kobayashi and co have bigger prey in mind. They say: ” Owing to the controllability of the heat current, the thermal rectifier can be utilized for future practical application such as a thermal transistor, thermal logic gates, and a thermal memory.”
What they don’t say is how thermal information processing might be used. Presumably in places where electrical power is hard to come by and where excess heat would otherwise go to waste. Thinking caps on.
Ein Thermischer Halbleiter kann dann überall dort eingesetzt werden, wo prozessbedingt so oder so Abwärme entsteht, um beispielsweise Steuerungsgeräte zu betreiben. Man kann sich dann einen Teil von passiven Dingen wie Isolierung oder Extra-Kühlapparaturen (gegen die Wärme) ersparen bzw. damit betreiben, womit man dann gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlägt. Zumindestens denke ich mir das so, soweit ich das Paper verstanden haben.
Weitere Infos:
Thermal computing is heating up
Thermal Memory: A Storage of Phononic Information
Thermal Logic Gates: Computation with Phonons
25. Juni 2009
Ist ganz witzig
“Searching For Evil”, Google Tech Talks August 23, 2007
4. Juni 2009
Ich musste schon etwas schmunzeln als IBM verkündete mit Mathematik alles zu können. So ist Werbung, ein selbstbewusstes Auftreten, das kommt gut rüber bei den Alpha-Männchen die Budgetentscheidungen auf Kundenseite treffen. So muss es sein. Es gibt ja nichts schlimmeres als unmotiviert guckende Streber die auch noch unverständliche Sachen erzählen. Kurz, knapp, griffig. Dafür werden Werbefachleute bezahlt. Anwendungsbezogen Möglichkeiten aufzählen. Das ist die Sprache der Budgetverwalter beim Kunden.
Ein Smartes Gesundheitswesen will IBM verkaufen. Das ist jetzt nichts Neues. Ich weiß garnicht mehr, 2003 oder 2004? Irgendwann dann hatte T-Systems schonmal so ein Konzept demonstriert. Ganz konkret mit RFID, ihren Netzen, Datenbank Integration und so. Lief wohl auch schon im Labor. Das Herzinfarkt-Notfall-mit-Fehldiagnose-Beispiel kam sau gut an in der Runde, die fast nur aus Herren der Silver-Generation bestand. Irgendwas über Datenschutzgesetz murmelten dann noch die T-Systems Ingenieure beiläufig.
Ja der liebe Datenschutz. Aber es gibt auch eine ganz simple Nutzenfrage an die super-tollen Datenbankintegrationsvorhaben: Braucht man die gespeicherten Informationen überhaupt? Nichts ist schöner als ein Haufen Datenmüll auf der immer zu kleinen Festplatte. Und so ist das mit Krankenakten auch.
Anfangs des Jahres wurde ich vorsichtshalber geröngt am Fuß. War am Ende nichts gebrochen (konnte trotzdem erstmal nicht gehen), und da meinte der Orthopäde “hier sie können das [Bild] mitnehmen”. Ich war verblüfft “Heften sie das nicht ab?” Er antwortete “Nein, wir haben keine Platz mehr, war ja auch nicht wichtig”. Machte Sinn und nun habe ich ein cooles neues Poster mit meinen Fuß im Keller hängen. Der Punkt ist das Wort wichtig. Der Arzt ist ein natürlicher Datenlöscher, was insbesondere beim Thema Information Overflow interessant wird. Hätte das Röntgengerät alles automatisch in eine Digitale Krankenakte abgelegt, wäre ein Stück unrelevanter Datenmüll von mir angespeichert wurden. Medizinisch komplett sinnlose Informationen. Aber vielleicht nicht sinnfrei für andere, nicht-medizinische, Datenanalysen…