Technik


Verdammt. Das wurde mir auf http://www.scroogle.org/cgi-bin/nbbw.cgi angezeigt:

We regret to announce that our Google scraper may have to be permanently retired, thanks to a change at Google. It depends on whether Google is willing to restore the simple interface that we’ve been scraping since Scroogle started five years ago. Actually, we’ve been using that interface for scraping since Google-Watch.org began in 2002.

Ich finde das echt unangenehm, weil Scroogle Scraper die Möglichkeit eröffnete die echten Ergebnisse des orginalen Google-Suchalgorithmus ungefähr zu bekommen.

Das war’s dann wohl. Google war mal ein echte Suchmaschine, aber heute es ist nichts anderes als Werbung-Kanone. Über Google direkt bekommt man schon seit Jahren keine Suchergebnisse, die nach der Anzahl der Verlinkungen richtet.

Die Haupteinflussfaktoren sind:
- Das historischen Suchanfragen der IP bzw. des IP-Adressraums,
- Das was die Cookies sagen (noch schlimmer),
- Wie viel Geld jemand bereit war für Suchwörter zu bezahlen.

Die Folge ist, dass man verzerrte Ergebnisse erhält. Sowas ist SCHEIßE. Sowas ist absolut untauglich, wenn man effektive Informationsbeschaffung machen will.

Technische gesehen hat Google sein Alleinstellungsmerkmal aufgegeben. Google ist eine austauschbare Werbung-Kanone wie all die anderen Yahoos, Bings, & Co dieser Welt. Google ist “gut” für dumme Konsumenten, die TV-Like immer denselben Content sehen wollen. Google hat sich als “echte” Suchmaschine disqualifiziert. Ich werde mich nun ernsthaft nach Alternativen umschauen müssen, nachdem der Umweg über Scroogle Scraper offline ist.

So! Da bin ich auf etwas Lustiges gestossen.

Engineering.com (kommerziell)

Die Rakete im Intro finde ich klasse!

So richte hier einen Countdown ein. Es kann am Ende gut, aber auch böse ausgehen – für die Volkswirtschaft, insb. in Europa hinsichtlich der Intensität, und hinsichtlich des Volumens für Nordamerika.

Lesehinweis: One Bite at a Time

“The Elephant is Large”

Sollte es Ihnen mal passieren, dass Sie ihre Produkte (bzw. die Produkte der Firma, für die Sie arbeiten) in der Anwendung beoachten, wie im folgenden Beispiel, dann wissen Sie nun was mit Anforderungslisten, Requirement Management, Benutzerfreundlichkeit, Design for Usability, What-the-customer-wants, etc NICHT gemeint ist.

Natürlich werden Sie sagen, dass es ja die doofe Behörde sei, die gepennt habe. Aber das ist nur halbwahr. Die Firma, die diese Beleuchtungsanlage dort reingesetzt hat, hat lediglich ihr Produkt unangepasst verkauft ohne sich im Klaren zu sein wer die Nutzer sind bzw. warum diese das Produkt benutzen. Eigentlich fehlt es nur noch, dass sich ein Firmenvertreter aufbläst und mit der tollen Fernbedienung rumfuchtelt, um dann auch noch den Endnutzer als bescheuert hinzustellen (Schade das wäre die Krönung gewesen). Dennoch, es ist seit jeher gewesen: Man kann einen Endnutzer nicht einfach Technik an den Kopf klatschen – hier sogar ein komplett anderes Nutzerverhalten erzwingen – und naiv hoffen, dass er die Bedienungsanleitung liest. Das ist mal eine glatte 6, ungenügend.

Das ist dann das Gegenteil von diesen blumigen Worten (ich habe das woran ESYLUX gemessen werden möchte fett hervorgehoben):

ESYLUX steht seit vielen Jahren für Innovation und für eine Überzeugung, die wir mit Leidenschaft und Ingenieurkunst leben: Technologie muss Einfachheit zum Ziel haben. ESYLUX macht das Leben einfacher – mit hochinnovativen Produkten, die leicht zu installieren und zu bedienen sind.
Die ESYLUX Produkte für Sicherheit, Komfort und Energieersparnis haben eines gemeinsam: Exzellentes Design, einfache Bedienung und Installation, sowie beste Verarbeitung und hohe Qualität.

Für weitere Informationen steht der Deutschland-Vertrieb des Hersteller ESYLUX bestimmt zur Verfügung:

Elektro-Technische Systeme GmbH
An der Strusbek 40
22926 Ahrensburg
Telefon: 04102.489-0
Telefax: 04102.489-333
vertrieb@etsysteme.de
http://www.etsysteme.de

Das Jahr ist bald zu Ende und ich räume meinen PC auf, d.h. es wird der Schreibschrott gelöscht, der keiner “wirtschaftlichen Verwertung” oder sonst irgendeinen Zweck hat außer Bytes auf meinen PC zu belegen oder einfach den Information Overflow steigert. Löschen, Löschen, Löschen. Vergessen, Vergessen, Vergessen ist eine wichtige Form des Lernen. Ich habe dabei etwas gefunden, was ich hiermit ins Netz stellen, und somit meinen Beitrag zum Information Overflow des Internets leiste ;)

Gestern habe ich schon etwas über den Zusammenhang von Kreativität und Volkswirtschaftlicher Entwicklung geschrieben. Ich denke, dass man das dann in den Schumpeter-Ecke abheften kann, wenn man auf abheften steht. Also hier geht es los:

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Kreativität und Konjunkturzyklen

Ich denke, dass es irgendwo Grenzen gibt inwiefern Medien bzw. die öffentliche Meinungsbildung eine Wirtschaftserholung herbeireden können.

Es wird, bzw. ist bereits im Gange, zu inputorientierter Effizienzsteigerungen mit der Brechstange kommen (und nicht Toyota-like tröpfchenweise), d.h. Kosten runter um mehr/gleichviel/weniger zu erstellen, und das bleibt dann erstmal so. Das Ergebnis ist eine Volkswirtschaft die zwar genauso viel Output wie vorher erstellen kann (nicht muss), aber mehr Ressourcen, insb. Arbeitskräfte, ungenutzt verfügbar sind (Anzumerken ist, ob diese nun Transferzahlungen erhalten oder nicht ist für die Nachfrageseite neutral; Ist wichtig, aber hier mal uninteressant; Ebenso ist egal ob plötzlich die Humanressourcen frei werden wie in den USA, oder über ein etwas längeres Zeitintervall; usw usw usw; Die Medien können so oder so nur Symptome erkennen, die sich vornehmlich auf das dynamische Einstellen von Gleichgewichtszuständen beziehen).

Am Ende der Geschichte stehen viele ungenutzte Inputs insb. in Form von Menschen auf der einen Seite, und auf der anderen Seite, dass Leistungserstellungsprozesse mehr oder weniger genauso viel Outputs erzeugen können wie vorher. Das ist eine der beiden Spielarten, die Marktgläubige (Betonung liegt auf Glaube) als Effizienzsteigerung bezeichnen, und irgendwelche Weltverbesserer (Das ist eine andere Religion mit denselben Gott) als Argument für das Scheitern des Kapitalismus gerne instrumentalisieren, und am Ende das Offensichtliche garnicht sehen. Eine Rezession wird nur dann überwunden, inkl. einer möglichen Stagnation, wenn es gelingt komplett neue Arten, Formen, etc von Outputs aus dem Nichts zu erfinden.

Die Politik, Zentralbanken, Geschäftsbanken, etc, sind offensichtlich der falsche Ansprechpartner für das Erfinden neuer Outputarten. Das soll garkein Vorwurf sein, oder so. Also meiner Meinung nach werden Indizien für eine wirtschaftliche Erholung eher in Design- und Technik-Zeitschriften zu lesen sein, als in den Zahlenwerken von Statistikämtern oder panischen Auf und Ab der Tageszeitungen.

Also die kommende (echte) wirtschaftliche Erholung hat mehr mit Ungewissheit zu tun als mit Unsicherheit (siehe Entscheidungstheorie, was ich damit meine). Ich glaube, dass was ich hier geschrieben habe in die Schublade der Innovationsökonomik oder Technologiepolitik gehört, wobei ich mir über das epistimologische garnicht so genau weiß. Ich gehe aber davon aus, dass neue Output-arten (logischerweise) erst erfunden werden müssen (extrem ungewiss) oder aus einer verstaubten Schublade eines kreativen Menschen gezogen werden müssen, um im Anschluss von Kaufmänner hinsichtlich der Outputmenge BIG-skaliert werden (BIG BIG BIG…), um überhaupt für irgendeine Statistik messbar zu sein und somit aus dieser Sicht erst existent wird. Dies impliziert Irrationalität und begrenzte Informationsverfügbar der Masse vorraus, und ist somit eine realitätsnahe Theorie. Die Symptome bzw. Nebenwirkungen entsprechen, die einer wirtschaftlichen Erholung, z.B. Menschen sind begeistert, rennen zu Messen um das Neue zu sehen, kaufen es, irgendwer produziert ist, stellt Leute ein, die neue Output-art wird Lebensqualitätsteigernd empfunden, Statistiker überlegen sich den Warenkorb zu ändern, der Fiskus freut sich wieder, Zeitschriften berichten über das neue Spielzeug, schlaue Tüftler, und mutige Manager mit Macherqualitäten, usw usw usw.

Ich sage noch mal was zu den Anforderungen bezüglich des Entstehen dieser mystischen ungewissen neuen Outputart.

a) Analogien, z.B. die supi-Vergleiche und Metaphern von Politikern, coole Geschichten von Verkäufern, das Wecken von Emotionen durch Werbeagenturen, Bionik im Ingenieurswesen, Kulturvergleichstudien, etc. Dafür braucht man eine gute Vorstellungskraft und eine gute Portion Erfahrung. Mit dieser Form von Kreativität bekommt durchaus radikale Innovationen hin. Entlassen sie solche Leute steigt die Firma ins End Game ein.

b) Kombination, z.B. komplexe Derivatestrukturen, Variantenproduktion auf Basis von Autoplattformen, systematisches Erfinden mit TRIZ, Planung globaler Logistiknetzwerke, Entwurf von Schaltkreise, Entwicklung von Roboter, etc. Dafür braucht man viel Brainpower und auch eine gewisse Abneigung gegenüber von Übersimplifizierung. Kurz, ohne diese Leute funktioniert erstmal garnichts. Entlassen Sie diese Leute sind sie bald pleite. Ich würde sagen, dass die Anteil dieser Menschen an der Weltbevölkerung schon etwas niedriger ist.

c) Genalität. Diese Art von Kreativität wird eigentlich nie beachtet, weil geniale Menschen seltener sind als bspw. Black Swans. Es ist die Residualgröße im unteren Promillebereich von Verrückten, glücklichen Rittern mit dem Einfall ihres Lebens, etc. Diese Leute werden entweder ganz berühmt, vergessen oder nach ihrem Tod zu Legenden. Hinzukommen extrem schwierige Initierung der Wissensverbreitung (inkl. der Gefahr von Fehlkommunikation) und die Nichtplanbarkeit (ahhhhhhh…!?!!?!!).

Ich denke, dass es einfach die Masse nicht hören will, dass eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung bzw. Expansion davon anhängt ob einem c)-Typ irgendwann mal ein Einfall gekommen ist. Ohne diese c)-Typ Geschichten gibt es auch nichts Substanzielles was a)-Typen sich vorstellen oder b)-Typen neu kombinieren können, d.h. es gibt auch keine output-orientierte Effizienzsteigerung in der Volkswirtschaft.

Der Anbieter von Bibliothekssoftware SirsiDynix (Huntsville, Alabama, USA) hat in einem Schreiben “Integrated Library Systems Platform on Open Source” an seine Kunde Stellung zu Open Source genommen.

Die Aussage von SirsiDynix ist lediglich, dass Open-Source voll schlecht sei, insbesondere für “Integrated Library Systems”. Im Dokument arbeitet SirsiDynix, die folgenden Punkte ab, um zu sagen, dass Open Source da immer schlecht sei: Total cost of ownership (TCO), Opportunity costs, Software as a Service (SaaS), Features and Functions, Customization, Security, Networking, Open Formats, Necessary expertise, Testing, Integration, Community-driven, Scalability, Speed, Reliability.

[Link, pdf]
[Link, WikiLeaks]

Die European Space Agency (ESA) hat nicht nur zum Spass das Galileo-Satellitensystem in die Erumlaufbahn geschossen – Es soll auch irgendetwas Nutzen.

Der Spanier José Caro Ramón (Gründer von GMV, Madrid) gewann den Galileo Master Prize am 28 Okt 2009 für Anwendung von Navigationssystemen, um die Effektivität von Such- & Rettungshunden zu erhöhen [Link1] , [Link2]. Das System heißt Osmógrafo, und soll die Wahrscheinlichkeit erhöhen Verschüttete Menschen nach Naturkatastrophen noch rechtzeitig lebend zu finden.

Der Technologietransferpreis ging an den Niederländer Tim Springer (European Space Operations Centre, Darmstadt) für die Entwicklung einer Software die zentimetergenau und in Echtzeit die Ortung des Navigationssystems durchführen kann. Das soll interessant für Öl-Exploration und Seismischen Frühwarnsysteme sein.

Journal Watch (High-Tech Trash) gibt zwei Hinweise:
- Ogunseitan u a (2009), The Electronics Revolution: From E-Wonderland to E-Wasteland
- Robinson (2009), E-waste: An assessment of global production and environmental impacts

Es kommen da ganz tolle Schlussfolgerungen in Ogunseitan u a (2009) heraus:

we need our future engineers to understand that whatever they put together will eventually have to be taken apart.

They must also understand social, ecological, and public health consequences of their inventions.

Manufacturers must adopt a cradle-to-cradle stewardship model for their products.

aber bleiben wir mal pragmatisch: “What the customer wants!” und billig soll es sein. Genau so werden dann Hersteller auch entscheiden, wenn sie über ihre Bill of Material gucken und die Projektbudgets festlegen. Da helfen dann auch keine Ingenieure die auf Design for Environment (Umweltgerechte Gestaltung) achten.

Interessanter ist Robinson (2009) der einen Überblick liefert, was für Reststoffe so beim Elektronikschrott anfallen, und welche Probleme beim Recycling auftreten.

Habe ich schonmal erwähnt, dass der Physics arXiv Blog vom Technology Review eine der wenigen RSS-Feeds ist, den ich auf mein Handy abrufe!

Es ist schon einige Wochen her (09 Oktober 09): Der Blogeintrag Heat Diode Paves the Way For Thermal Computing stellt das Paper An oxide thermal rectifier (pdf) vor, was ich für eine sehr interessante Sache halte.

Die Idee ist, dass ein Halbleiter nicht mit Elektrizität betrieben wird, sondern mit Wärme. Man kann dann {0,1} nicht auf Basis elektrischer Halbleiter, sondern halt mit Wärme machen. Berechnungen mit (Ab-)wärme durchführen ist genial. Die beiden japanischen Forscher verwenden als Halbleitermaterial LaCoO3 (Lanthan Kobalt Oxid, LCO) und La0.7Sr0.3CoO3 (Lanthan Strontium Kobalt Oxid, LSCO).

Ich zitiere mal:

But Kobayashi and co have bigger prey in mind. They say: ” Owing to the controllability of the heat current, the thermal rectifier can be utilized for future practical application such as a thermal transistor, thermal logic gates, and a thermal memory.”

What they don’t say is how thermal information processing might be used. Presumably in places where electrical power is hard to come by and where excess heat would otherwise go to waste. Thinking caps on.

Ein Thermischer Halbleiter kann dann überall dort eingesetzt werden, wo prozessbedingt so oder so Abwärme entsteht, um beispielsweise Steuerungsgeräte zu betreiben. Man kann sich dann einen Teil von passiven Dingen wie Isolierung oder Extra-Kühlapparaturen (gegen die Wärme) ersparen bzw. damit betreiben, womit man dann gleich 2 Fliegen mit einer Klappe schlägt. Zumindestens denke ich mir das so, soweit ich das Paper verstanden haben.

Weitere Infos:
Thermal computing is heating up

Thermal Memory: A Storage of Phononic Information

Thermal Logic Gates: Computation with Phonons

Solid-State Thermal Rectifier

Im Jahr 2007 wurde vermeldet dass das Rensselaer Polytechnic Institute um Robert Linhardt eine Papierbatterie erfunden und natürlich auch patentiert hat. Nun hat die Paper Battery Company, Inc. einen Award vom Oktober 2008 erhalten und beschäftigt sich mit der Kommerzialisierung der Papierbatterietechnologie.

Ich bin gespannt ob und wie schnell die Papierbatterie der Lithium-Polymer auf die Pelle rückt. Vielleicht ab 2010 bis 2012 ?

Ein Werbevideo auf youtube:

Die FAZ schreibt in ihrer Serie über die “Die Zukunft des Kapitalismus – Die nächste Blase schwillt schon an” über die Machtlosigkeit der Zentralbanken und ihrem Leitzins. Der FAZ-Autor Gunnar Heinsohn (Sozialwissenschaftler an der Universität Bremen) erklärt ziemlich einleuchtend über den Unterschied zwischen Geschäftsbanken und Unternehmen (Nichtbanken), und warum letztere sich weniger um den Zins als um ihren Eigentumsanspruch sorgen:

Unternehmen verschulden sich mithin also zur Verteidigung ihres Eigentums und nicht wegen eines geringen Zinses, wie dies in Ökonomenkreisen noch immer geglaubt wird. Und schon gar nicht verschulden sie sich ein weiteres Mal, nur weil irgendwo die Zinsen gesenkt wurden. Wenn das Unternehmen einen Wert von beispielsweise einer Milliarde hat und 100 Millionen für die Aufrechterhaltung dieses Werts investieren muss, dann hält ein jährlicher Zins von – sagen wir – 5 statt 3 Millionen die Verschuldung nicht auf. Die 2 Millionen mehr an Zins sind zwar ärgerlich, bleiben aber im Verhältnis zur verteidigten Milliarde von untergeordneter Bedeutung.

Der Autor teilt auch meine Meinung, dass Investitionen vor allem durch technologische Erneuerungen getriggert werden, und vielmehr zum Überlebenskriterium werden.

Bereits jede gewöhnliche „Standardkrise“ gefährdet Firmen. Wer nicht investiert, reduziert den Wert seines Eigentums und beeinträchtigt dadurch seine Kreditfähigkeit; zehn Fabriken zur Herstellung von mechanischen Schreibmaschinen fallen nach Erfindung des Schreibcomputers im Preis auf null, wenn sie nicht umgehend nachziehen. Und das müssen sie alle, obwohl sie natürlich ganz klar sehen, dass es dadurch zu Überkapazitäten kommen wird: Sie haben also nur die Wahl, durch Nichtstun sofort von der Bildfläche zu verschwinden oder durch rechtzeitige Investitionen vielleicht zu den verbliebenen acht von ursprünglich zehn Firmen zu gehören, die ihre neuen Waren am Markt auch verkaufen können, dadurch wirtschaftlich überleben und durch Tilgung ihrer Bankschulden ihr verpfändetes Eigentum wieder auslösen können [...]

Natürlich frage ich mich: Muss eine Firma erst abwarten bis eine technologische Erneuerung über sie hineinfällt? Besteht die Möglichkeit proaktiv sich mit potentiellen technologischen Erneuerung zu beschäftigen? Sicherlich ja, und es betet wahrscheinlich auch jeder Innovations-/Technologiemanager in ihren Firmen vor. Ich habe mir gedacht, dass dieser FAZ-Artikel ein guter Einstieg für dieses Blog ist. Technologische Erneuerung bzw. technologischer Fortschritt ein ziemliche große Keule für die Volkswirtschaft. Mit neuen Technologien werden Branchenstrukturen neu gestaltet mit allen ihren Folgen für Abstieg alter Firmen und den Aufstieg Neuer. Das gemeine daran ist, dass eine Top-Down Zentralplanung wie es gerade aus Sicht von großen Institutionen der Politik präferiert wird, kaum Einfluss darauf hat ob gerade in ihrem Herrschaftsgebiet irgendwelche pfiffigen Leute sich proaktiv mit einer möglich neuen Technologie beschäftigen, oder sie gar erfinden, oder mit ausreichender Vorstellungskraft gesegnet sind sich auf Basis einer neuen Technologie viele schöne neuen Produkte auszudenken, die dann irgendwer produzieren, verkaufen, usw. wird … Das einzige was Top-Down Zentralplanern ist zu streuen, das Gesetz der großen Zahlen, und zwar in Köpfen spielen – Mehr geht nicht. Neue Sachen, Produkte, usw werden von Menschen erfunden – Geld alleine kann nicht denken.

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